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Autor Thema: Test: Gigabyte Aero 15w v8 + Erweiterung  (Gelesen 323 mal)

klangcharakter

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Test: Gigabyte Aero 15w v8 + Erweiterung
« am: Dezember 14, 2018, 18:35:12 »
Kurze Vorgeschichte:
Habe vor einem 3/4 Jahr angefangen mich was Laptops angeht, auf den aktuellen Stand zu bringen. Schnell war einem klar, das man unbedingt warten sollte, bis die 8th Intel Mobilprozessor Generation rauskommt, um im Laptop die 6 Kerne / 12 Threads zu erhalten und gerade bei Multicore Anwendungen (Video- und Fotobearbeitung) davon zu profitieren.

Entscheidungsphase:
Das Gigabyte Aero 15X v8 war so ziemlich das erste Laptop was mit dem 8750H Prozessor verfügbar war, jedoch lag mein Interesse doch eher an einer Workstation Variante (ala P52 oder Dell 7530), da ich zuvor ein Dell Precision M6600 im Einsatz hatte und die Verarbeitungsqualität / Ersatzteilversorgung mir schon wichtig war. Jedoch haben mich die Testberrichte des P52 und 7530 nicht gänzlich überzeugt, vorallem was die Kühlung angeht. Letztendlich habe ich im Gigabyte Aero 15w v8 den besten Kompromiss gesehen und gefunden. Hier hat man kompackte Abmessungen, geringes Gewicht, ein "farbkalibriertes" Display mit 144Hz, lange Akku Laufzeit, 2x SSD Einbauplätze, eine schnelle Grafikkarte (GTX1060) und eine für die Größe wirklich gute Kühlung. Bewusst habe ich mich nicht für das Aero 15X mit GTX1070 MaxQ entschieden, weil hier die Kühlung mehr arbeiten muss und demzufolge die CPU vermutlich eher gedrosselt (oder mehr gedrosselt) wird.

Der Kauf:
Das Gigabyte Aero 15w v8 habe ich sehr günstig erworben, da es gerade eine Aktion bei Gigabyte gab. Nachträglich habe ich es vom Händler (wegen der Garantie) aufrüsten lassen. Die serienmäßig verbaute 512GB SATA M2 SSD (Kingston) gegen eine Intel 760p 512GB M2 NVME und eine Intel 760p 1TB M2 NVME ersetzt. Das serienmäßig verbaute 16GB RAM Modul (V-Color Technology) mit einem zweiten Modul (G.Skill RipJaws DDR4-2666 F4-2666C18S-16GRS) auf 32GB erweitert um vorallem auch den Boost durch DualChannel zu erhalten.

Zusatzinfos zur RAM Aufrüstung:
In englischsprachigen Foren gab es "Horror Stories" von Usern, die Probleme hatten ein kompatibles RAM Modul zum "V-Color Technology" Modul zu bekommen. Es gab Probleme von Inkompatibilitäten bei Verwendung von anderen RAM Modulen in Verbindung mit dem V-Color Technology Modul. Ich kann persönlich nur sagen das die beiden Module (V-Color und G.Skill) einwandfrei zusammen arbeiten.

Warum Intel 760p SSD statt Samsung 970 EVO/Pro ?
Sicherlich ist die Samsung NVME SSD der 970er Reihe die schnellere unter den beiden. Es gibt jedoch einen Aspekt der mich zur Intel SSD gezogen hat. Vergleicht man die Stromverbrauchswerte laut Herstellerangaben: Samsung 970 EVO = 5.7W (Betrieb), 0.03W (Leerlauf) und der Intel 760p = 0.05W (Betrieb), 0.025W (Leerlauf), fällt auf das die Intel wesentlich weniger verbraucht. Demzufolge müsste die Wärmeentwicklung geringer ausfallen und dadurch auch der Leistungsabfall durch Überhitzung später/seltener auftreten. Die Leistung der Intel ist sicher 3x schneller als eine SATA SSD und damit meiner Meinung nach, auch völlig ausreichend.

Verarbeitung:
Durch das Alugehäuse macht das Laptop einen wirklich guten Eindruck. Ich kann hier keine Schwächen erkennen. Auch mit der Tastatur habe ich keinerlei Probleme.

Benchmarks:
- Cinebench R15 in Serienkonfig (16GB Ram, Smart Manager 7.31) = CPU Multicore Test 1159 Punkte
- Cinebench R15 aufgerüstet (32GB RAM, Smart Manger 7.31) = CPU Multicore Test 1157 Punkte
- 3d Mark 11 Performance default (16GB Ram, Smart Manager 7.31, Nvidia 411.63 bei 1280x720) = 12765
- 3d Mark 11 Performance default (32GB Ram, Smart Manager 7.31, Nvidia 411.63 bei 1280x720) = 13503
- AS SSD Benchmark default (Serienkonfig mit 512GB Kingston SATA SSD) = Seq Read 510,30 / Seq Write 402,76 / Score 842
- AS SSD Benchmark default (Intel 760p 512GB NVME in Slot Nr.1) = Seq Read 2128,21 / Seq Write 1103,63 / Score 2719
- AS SSD Benchmark default (Intel 760p 1TB NVME in Slot Nr.2) = Seq Read 2147,11 / Seq Write 1529,84 / Score 2861

Undervolting:
Mit dem Intel Extrem Utility (XTU) habe ich bei meinem CPU Exemplar herausgefunden, das eine Veränderung des Core Voltage Offset auf -0,170v ein Systemabstürz bewirkt. Bei -0,150v läuft es schon sicher stabil. Bin dann am Ende aber auf einen Wert von -0,140v gegangen um ganz sicher zu gehen, das keine Instabilität auftritt.

Ergebnisse nach dem Undervolting:
- Cinebench R15 undervolt -0,140v (32GB RAM, Smart Manger 7.31) = CPU Multicore Test 1246 Punkte
- 3d Mark 11 Performance default (undervolt, 32GB Ram, Smart Manager 7.31, Nvidia 411.63 bei 1280x720) = 13692

Die Kühlung arbeitet leiser und die CPU Temperaturen liegen ca. 5-8 °C unter dem Standard System ohne Undervolting.

Hinweise zum Smart Manger 7.31:
Die Software Gigabyte Smart Manager ist letztendlich dafür da, die Lüftergeschwindigkeit, CPU Leistung etc. darüber zu steuern und anzupassen. Ich habe bewusst nicht die aktuelle Version des Smart Manager installiert, weil es aktuell nur bei der Version 7.31 (zu finden auf der CD im Lieferumfang des Laptops) möglich ist, wenn man die Lüftergeschwindkeit auf "Leise" stellt, das diese die Lüfter komplett aus schaltet (bei geringer Last z.B. Surfen oder Youtube Video). Die letzte Version die ich mal getestet habe, war die 18.0.2.7 und hier läuft der Lüfter leider immer min. auf ca. 30%, ich hatte hier jedoch minimal mehr Punkte im Cinebench. Hier muss einfach jeder selbst entscheiden, ob man die max. Leistung oder die Möglichkeit des Lüfterabschaltens haben möchte.

Für Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung  :)
« Letzte Änderung: Dezember 14, 2018, 22:56:37 von klangcharakter »
Historie: Dell Inspiron 8100, Dell Latitude D810, Dell Precision M6600...

 

 
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