Notebookcheck

Autor Thema: USB-C-Netzteile  (Gelesen 4458 mal)

möglicher XMG-Käufer

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USB-C-Netzteile
« am: September 20, 2016, 21:32:47 »
Angesichts dieser News hier hätte ich ein paar Fragen an die lieben weiteren Communitymitglieder: http://www.tomshardware.de/fsp-usb-c-netzteile-c15-c6-fsp060-d1ar4-fsp060-d1br4,news-256898.html

1. Ist es möglich, ein Gerät mit einem USB-C-Netzteil zu laden, dass eigentlich mit einem anderen Netzteil ausgeliefert wurde? Oder gibt es da Sperren gegen?
2. Gibt es irgendwelche Niedrigwatt-Sperren in Notebooks? Man stelle sich vor mein P502 (180-Watt-Netzteil) hätte einen USB C und ich würde daran dieses 60-Watt-Netzteil anschließen. Würde es dann trotzdem geladen werden, solange es nicht mehr Strom braucht, als das Netzteil gerade braucht?
3. Dass es man ab und an eine ungewollte Akku-Entladung bei zu niedrig dimensionierten Standard-Netzteilen entdecken kann ist ja bekannt. Könnte man das auch absichtlich nutzen?

Irgendwie hängen die drei Fragen ein wenig zu sehr zusammen. Ich hoffe trotzdem, dass sich jemand die Zeit nimmt. :D
mittlerweile nicht mehr tatsächlicher XMG-Käufer, sondern tatsächlicher Schenker-Käufer... ;)

Schenker DTR 17, UHD GSYNC IPS 60hz (AUO109B), i7 7700K geköpft, GTX 1080 MXM, Clevo Z170, 4x 16 GiB HyperX Impact 2133er CL13 SODIMM, Mx300 1TiB M.2-SATA-AHCI, Killer 1535, Win10Pro.

möglicher XMG-Käufer

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Re: USB-C-Netzteile
« Antwort #1 am: Oktober 02, 2016, 17:58:00 »
Hat etwa bei dem Thema niemand Ahnung?
mittlerweile nicht mehr tatsächlicher XMG-Käufer, sondern tatsächlicher Schenker-Käufer... ;)

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Redstone

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Re: USB-C-Netzteile
« Antwort #2 am: November 21, 2016, 23:06:32 »
Hallo,

besser spät als nie:
1. Ja, sofern das Netzteil den gleichen Power-Delivery-Mode bereitstellen kann und das richtige Kabel benutzt wird. Das Problem ist nämlich, dass verschiedene Spannungen bereitgestellt werden können, weswegen sich Verbraucher und Netzgerät erstmal absprechen müssen, welche Spannung gewünscht wird und welche geliefert werden kann.
So würde ein Handyladegerät keinen Laptop laden können, weil diese meistens nur 5V (wie beim alten USB 2 oder 3) haben, ein Laptop aber mindestens 12 oder 20V zum laden braucht. Ein leistungsstärkeres Laptop-Ladegerät wird aber abwärtskompatibel sein und daher auch ein Smartphone oder Tablet laden können.
2. Mehr als 100W sind nicht vorgesehen, daher fällt das schonmal weg. Aber solange der Verbraucher weniger Leistung anfordert, als das Netzteil kann, funktioniert es. Nur umgekehrt nicht, wobei manche Geräte sich auch mit weniger zufrieden geben, aber wesentlich langsamer geladen werden.
3. Das wäre möglich, man hat als Nutzer aber keinen Einfluss, da die Aushandlung des Profils unter den Geräten geschieht und wahrscheinlich immer das mit der größten Leistung (=schnellste Ladung) genutzt wird.

Momentan sind aber nur ganz wenige Netzteile auf dem Markt, die Profile über 5V bereitstellen; im Grunde sind 95% poplige Standardnetzteile für Smartphones/Tablets, die einfach nur statt USB-A einen USB-C-Anschluss haben und sich technisch ansonsten nicht unterscheiden. Das ist völlig logisch, denn ein leistungsstärkeres Ladegerät wäre größer, schwerer und teurer und für ein Handy unnötig.
Die stärkeren Netzteile mit 12 oder 20V findet man fast nur als Beigabe zu den Laptops, die den USB-C-Lademodus unterstützen bzw. ausschließlich so geladen werden können, weil es keine andere Ladebuchse gibt: z.B. Chromebook, HP Spectre, Razer Stealth, Macbook (Pro).

Leider wird dieses Verwirrspiel noch etliche Jahre anhalten, falls sich USB-C überhaupt auf breiter Front durchsetzt. Denn so universell der Stecker gedacht ist, die möglichen Protokolle, die dahinterstecken können, sind nicht immer gleich.
So hat mein Laptop zwar USB-C, kann damit aber weder geladen werden noch gibts Bildausgabe über den Port.
Bei einer HDMI-Buchse kann ich dagegen ziemlich sicher sein, welches Protokoll dahintersteckt und genutzt werden kann. ;)

 

 
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