Seit knapp 11 Jahren, Ende 2015, habe ich das iPad Mini 4. Seit 2010, dem Jahr des 1. iPads, suche ich ein besseres Tablet. Vorher war das Konzept von Tablets noch nicht klar genug herausgearbeitet, als dass ich schon eins hätte haben wollen.
Das Mini 4 erfüllt mit dem Seitenverhältnis 4:3 eines meiner Hauptkriterien, wobei etwas Abweichung tolerierbsr wäre. Anfangs erfüllte es auch grenzwertig hinreichende Akkulaufzeiten (10+h drinnen, 5,5h draußen). Außerdem erfüllte es anfangs akzeptable, schikanefreie Nutzungsbedingungen, was ich damals bei allen normalen Herstellen für so selbstverständlich hielt, dass ich es nicht einmal in meine Kriterien mit aufgenommen hatte. Erfüllt war das Kriterium der Handhaltbarkeit und planen Tischablage (nicht zu schwer, kein Kamerabuckel). Erfüllt ist Flackerfreiheit des Displays.
Zur Zeit des Kaufs gab es keine Zusage über die Dauern von Updates und Originalakkuverfügbarkeit. Erst jenseits von 7 Jahren wurde klar, dass dann die Originalakkuverfügbarkeit vorbei war, es noch weniger gute Drittakkus gäbe und zumindest Sicherheitsupdates weiter angeboten werden. Solche Infos und Zusage zu mindestens 7 Jahren sind allerdings wesentlich für die Entscheidung eines Kaufs eines neuen Tablet.
Nicht erfüllt waren die Kriterien eines guten Datei- und Dateitransfer-Managements sowie eines matten Displays, aber immerhin ermöglicht die Spiegelungsreduktion des Mini 4 gerade so Benutzung im Freien. Nur mittelmäßig erfüllt war das Kriterium des Datenschutzes.
In den Tabletanfangsjahren gab es eine Auswahl an allerdings wenig attraktiven Windows-Tablets typischerweise mit 16:10 zu schmal. Die paar besten Androidtablets waren Spiegel, zumal Android keinen guten Datenschutz und meist keine ausreichenden Updates bietet.
In den Jahren nach Erscheinen des Mini 4 erfüllten Android-Tablets meine Anforderungen nicht, gab es bei Windows eigentlich nur noch Surfaces mit vor Lunar-Lake viel zu kurzen Akkulaufzeiten, spiegelnden 3:2-Displays sowie in letzter Zeit explodierenden Preisen und wurden / werden iPads nach und nach schlechter: Kamerabuckel, weniger Modelle mit 4:3, zunehmend OLED mit seinem Flackern, zunehmend Zwang zu inakzeptablen datenschutzverachtenden iCloud-Nutzungsbedingungen.
Neuerdings gibt es hardwaremäßig von Apple i.W. meine Traumkombination 4:3 und mattes Display (aber spiegelnder Rand), aber nur bei inakzeptabel flackerndem OLED und für größenordungsmäßig €1000 Aufpreis (weil Pro-Modelle ab 1 TB). Obwohl ich vielleicht weltweit der Mensch bin, der mit €400 den maximalen Aufpreis für matt zu zahlen bereit wäre, ist Apples schrittweise Upsellingabzocke (auf Pro upgraden, dann total überteuert auf 1 TB upgraden, dann weitere €130 Aufpreis für matt) nochmals ein paar Nummern gieriger.
In den letzten Jahren gibt es mehr und mehr Androide mit matten Displays und teilweise mit 3:2-Seitenverhältnis, aber immer ohne ausreichende Updatezusage, typischerweise zudem mit veraltetem Android und oft gar nur als Chinaimport. Je länger ich darüber nachdenke, desto klarer wird mir, dass für PDFs und Browsen auch 3:2 zu schmal ist und etwa 4:3 für mich wesentlich ist.
Dann gibt es da noch teure matte Ebookreader mit 4:3-Seitenverhältnis, aber ohne Updatezusage, mit Firmen z.B. in Großbritannien oder Norwegen außerhalb der EU ohne EU-Verbraucherschutz, ohne sichere Supportzusage und ohne Ersatzakkuverfügbarkeitszusage. Andernfalls hätte ich längst einen Ebookreader gekauft.
Und so bleibt mein iPad Mini 4 trotz mäßigem Drittanbieterersatzakku der beste Kompromiss. Auf absehbare Zeit scheint sich das weiterhin nicht zu ändern.
Dass Surfaces matt werden ist nicht absehbar. Dass die Ebookreaderhersteller ihre Gier ablegen und brauchbaren Support bieten ebenfalls nicht. Wenn das Basismodell eines 4:3-iPad-Airs eine matt-Option bekommen könnte, droht es aber, mit OLED-Flackern unkaufbar zu werden (von den iCloud-Nutzungsbedimgungen zu schweigen). Ein mattes Basis-iPad dürfte, wenn überhaupt, erst viel später kommen, da Apple es als Billigmodell auch im Bildungssektor vermarktet, und hätte dann wohl immer noch ein weniger attraktives Seitenverhältnis.
Angesichts der zähen Geschwindigkeit, mit der die Hersteller nach und nach vernünftiger werden (darunter Apple teilweise beim Dateimanagement), dauert es wohl weitere 10 Jahre, bis es endlich angenähert ein Tablet oder Ebookreader mit meinen erfüllten Hauptkriterien geben könnte, obwohl ich bei Chips fast keine Anforderungen habe.
Ein manuelle Folie will ich nicht. Wegfräsen eines Kamerabuckels ist eine Option, wenn das Betriebssystem dann nicht wegen Kameraänderung streikt.
Übersehe ich eine Option oder ein geplantes Gerät?