Ich finde die Einordnung von Tesla als Importmarke mehr als willkürlich gewählt, wird doch auch Ford als Deutsche Marke geführt und der überwiegende Teil der neu verkauften Teslas in Brandenburg gefertigt.
Schließlich werden mit dem iX3 (Neue Klasse) von BMW in Debrecen und sowohl dem EQB als auch der neuen (vollelektrische) C-Klasse von Mercedes aktuell wichtige Volumenmodelle in Ungarn hergestellt und damit ebenfalls nach Deutschland importiert. Zumal die BEV's von Mini und Smart allesamt in China produziert werden und selbst VW den Deutschland-Import von aus der Xpeng-Kooperation stammenden und in China produzierten Fahrzeugen in Betracht zieht, lässt an der bisherigen Klassifizierung Zweifel aufkommen.
Dann stellt sich ja auch noch die Frage nach dem auf Deutschland entfallenden Wertschöpfungsanteil der jeweiligen Marken/Modelle.
Auch hier sticht das Werk in Grünheide mit einer branchenunüblich umfangreichen, vertikalen Fertigungstiefe hervor:
Derzeit findet z.B. bereits teilweise und demnächst sogar vollständig die Herstellung von Batteriezellen mittels hochinnovativem Trockenbeschichtungsverfahren statt. Diese Zellen werden dann durch die bereits seit Anbeginn existierenden Akku-Packproduktion konfektioniert und in die lokal produzierten Model Y eingebaut, ohne dass Deutschland oder die EU dafür auch nur einen einzigen Cent an Subventionen locker machen mussten — auch das: ein Novum in einer regelmäßig nach staatlichen Begünstigungen rufenden Branche.
Zusammenfassend sollte man vermuten, dass Teslas aus Grünheide stammende Model Y, das am umfassendsten lokalisierte, also in Deutschland produzierte E-Auto ist.
Resultierend drängt sich die Frage auf, aus welchen Gründen Tesla nicht als Deutsche Marke gelistet wird. Insbesondere in der Abgrenzung zu Ford ... .