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Extremer Aufwand: Was Berlins ÖPNV-Zugangskontrollen technisch bedeuten würden

Started by Redaktion, Yesterday at 19:55:19

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Redaktion

Die Berliner CDU will als Pilotprojekt gleich drei U-Bahn-Linien mit Zugangskontrollen ausstatten. Das wäre jedoch mit extrem viel Personal und einem technischen Umstieg verbunden, der deutschlandweite Auswirkungen hätte. Wir schauen uns das Technische an, das wohl hunderte Millionen Euro kosten würde.

https://www.notebookcheck.com/Extremer-Aufwand-Was-Berlins-OEPNV-Zugangskontrollen-technisch-bedeuten-wuerden.1321751.0.html

Martini Snowfox

Nichts desto trotz wäre es ein deutliches Plus!

Wer schon mal das System in Metropolen wie Tokyo sehen und auch benutzen durfte, wird das deutsche System als steinzeitlich betrachten. 

Es gibt keine schwarzfahrer mehr, der Fluss wird nicht beeinträchtigt. Man muss keine Tickets mehr kaufen, sich nicht um irgendwelche Ringe, Zonen, etc beschäftigen.  Du hast ne E-Karte oder dein Smartphone, Checkst an Station A ein, und an B wieder aus und bezahlst da im Vorbeigehen. 


RobertJasiek

Da die BVG noch nicht genug Probleme hat, will die CDU weitere schaffen.

Meine Erfahrung mit Zugangssperren:

Brüssel, an manchen Stationen: sehr großzügig gebaut, kein Problem damit (sondern mit anderen Aspekten vom Typ böse Touristenfallen: Tagestickets sind bei jeder Fahrt erneut zu entwerten; manche Entwerter sind defekt, andere auf wichtigen Stationen gut versteckt statt direkt beim Zugang zum Bahnsteig; Regionalbahnen sind auf dem Streckenplan wie U-Bahnen markiert, aber nicht für Tagestickets, jedoch war der Kontrolleur gnädig).

London: Ein Schließband meines Rucksacks blieb beim normalen Durchgehen hängen. Mitarbeiter: "I have never seen this before!" Ja, ohne Mitarbeiter geht es bei Zugangssperren nicht!

Paris: Eine enge vertikale Klappschranke ging zu schnell wieder zu, bevor ich meinem großen, schweren Reisekoffer durchziehen konnte.

Tokio: ich konnte die japanischen Bechriftungen der Ausgänge nicht lesen, die Zugangssperre fraß meinen Einzelfahrschein, ich landete im unterirdischen Fernbahnhof ohne Ausgang nach draußen, musste wieder zurück, ging zum richtigen Ausgang, hätte dort mein Ticket der Zugangssperre geben sollen, erklärte es dem Mitarbeiter auf Englisch, welcher anstandlos Verständnis zeigte und mich sofort durchließ, statt als vermeintlichen Schwarzfahrer zu behandeln.

Anderes Thema: Die vor ein paar Tagen eröffnete 2-Stationen-Linie S15 in Berlin habe ich heute, 17.6.26 gegen 17:00 ausprobiert. Die Beschilderung im Hauptbahnhof ist tlw. korrekt (z.B. unten an der Rolltreppe vom oberen S-Bahnsteig), tlw. mehrdeutig (an der Rolltreppe zum Erdgeschoss, wo unklar ist, ob der Pfeil sich nur auf andere drei Piktogramme bezieht), tlw. unzureichend (beim Zugangstunnel zur U5 wäre ein Hinweis S15 stattdessen nach links gehen hilfreich), tlw. nicht vorhanden (auf dem U5-Bahnsteig, wo ich mit Raten, wo die S15 mutmaßlich sein müsste, weiterkam).

Die S15 im 10-Minutentakt wird schon gut genutzt, aber ohne überlaufen zu sein. Die angebliche Zwischenlösung des 80m kurzen Behelfsbahnsteig endet als Kopf mit Gleisendesignalen und Wand ein paar Meter jenseits des Bahnsteigs und ein paar Dutzend Meter nördlich vom U5-Bahnhof. Warum hat man nicht einfach die U5 verlängert?! Wären die Stromschinen inkompatibel gewesen von Wedding bis Gesundbrunnen?

Und wo ich schon mal da war, bin ich Ewigkeiten zu spät erstmals westlich die Ringbahn gefahren, wo ich sonst als Südberliner nicht hinkomme. Als Eisenbahnfan bin ich voll auf meine Kosten gekommen. Außerdem gibt es auf einem Fernbahngleis von Hauptbahnhof bis Friedrichstraße Bauzüge zu sehen.

Andreas Sebayang

Hallo,

Quote from: RobertJasiek on Yesterday at 22:46:41Anderes Thema: Die vor ein paar Tagen eröffnete 2-Stationen-Linie S15 in Berlin habe ich heute, 17.6.26 gegen 17:00 ausprobiert. Die Beschilderung im Hauptbahnhof ist tlw. korrekt (z.B. unten an der Rolltreppe vom oberen S-Bahnsteig), tlw. mehrdeutig (an der Rolltreppe zum Erdgeschoss, wo unklar ist, ob der Pfeil sich nur auf andere drei Piktogramme bezieht), tlw. unzureichend (beim Zugangstunnel zur U5 wäre ein Hinweis S15 stattdessen nach links gehen hilfreich), tlw. nicht vorhanden (auf dem U5-Bahnsteig, wo ich mit Raten, wo die S15 mutmaßlich sein müsste, weiterkam).

Die S15 im 10-Minutentakt wird schon gut genutzt, aber ohne überlaufen zu sein. Die angebliche Zwischenlösung des 80m kurzen Behelfsbahnsteig endet als Kopf mit Gleisendesignalen und Wand ein paar Meter jenseits des Bahnsteigs und ein paar Dutzend Meter nördlich vom U5-Bahnhof. Warum hat man nicht einfach die U5 verlängert?! Wären die Stromschinen inkompatibel gewesen von Wedding bis Gesundbrunnen?

Und wo ich schon mal da war, bin ich Ewigkeiten zu spät erstmals westlich die Ringbahn gefahren, wo ich sonst als Südberliner nicht hinkomme. Als Eisenbahnfan bin ich voll auf meine Kosten gekommen. Außerdem gibt es auf einem Fernbahngleis von Hauptbahnhof bis Friedrichstraße Bauzüge zu sehen.

Ich bin am Montag damit gefahren, konnte ich mir nicht verkneifen. Ja, die Beschilderung im Hauptbahnhof ist nicht ideal. Liegt aber auch daran, dass der Bahnhof falsch liegt. Eigentlich sollte man – soweit ich weiß – mit den Rolltreppen vom S-Bahnhof oben bis nach unten kommen. Dank der temporären Lage geht das aber nicht. Die Übergänge von der U5 müssten auch zwei Türen vorher anfangen. Da fehlen auch Schilder zum Gleis 22. Ich war insgesamt aber zufrieden. Für Berlin (und meinen entsprechenden Anspruch) ist das ok. Ich hätte mir aber gewünscht die beiden Zuggruppen á 20 Minuten abwechselnd nach Wilhelmsruh und Pankow weiterzuleiten. Und den zweiten Bahnsteig hätte man nutzen können, um vom westlichen Ring eine Zuggruppe zu verlängern, die kurz betrieben wird. Würde den Ring insgesamt stabiler machen. Wir stehen in Berlin aber kurz vor einer neuen S-Bahn-Krise wegen Wagenmangel. Die 2030er-Jahre werden ggf. sehr anstrengend.

Weiterführen: Großprofil U-Bahn und S-Bahn haben leider unterschiedliche Lichtraumprofile. S-Bahnen sind breiter. Die Spannung ist aber die selbe. Ob die Stromabnehmer aber den selben Abstand haben zum Gleis? Ich weiß es nicht. Es gab aber mal einen Umbau, bei dem eine S-Bahn verkleinert wurde, um in der U-Bahn zu fahren. Gibt einen schönen Wikipedia-Artikel zur Baureihe EIII.

gruß

-Andy

M. Ärchenwald

Wie debil muss ein Mensch sein, dass er nicht versteht was Notebookcheck für ein Portal ist und hier ständig solchen irrelevanten Rotz von sich gibt.

sansculotte

Quote from: Martini Snowfox on Yesterday at 20:15:18Nichts desto trotz wäre es ein deutliches Plus!

[...] Es gibt keine schwarzfahrer mehr [...]

Das Argument hört man ja immer wieder, aber wo kommt denn die Vorstellung her, dass Schwarzfahrer, Obdachlose oder andere Menschen ohne klare Beförderungsabsicht sich von einer schlichten Absperrung abhalten lassen, in den Zug zu gelangen, auf den warmen Bahnsteig oder zu den Kunden, die man anbetteln kann? Ich vermute, man wird einfach drüberklettern, sich durchdrängeln oder die Anlagen manipulieren, wie an vielen anderen Orten auch.

Wenn der CDU-Plan tatsächlich funktionieren soll, dann geht das nur mit massivem zusätzlichen und dauerhaften Personaleinsatz (wie es in vielen Städten mit Bahnsteigsperren der Fall ist, z.B. London), zusätzlich zur reinen Investition und den will man sich ja heute schon kaum leisten, um den Dreck wegzumachen oder Stationen und Fahrzeuge zu bestreifen. 

Angesichts der im Artikel geschilderten Probleme, auch gerade bei Tarif- und Vertriebsfragen wird man mit den 400 Mio. von Stettner nicht hinkommen, da ist voraussichtlich ein deutlich höherer Betrag nötig. Wenn man das aber direkt dafür ausgeben würde, könnte man - wenn man denn wollte - die eigentlichen Problem mit Sicherheit und Sauberkeit viel besser lösen als mit Bahnsteigsperren.

VG
sans

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