Es ist nicht empfehlenswert, ein Elektroauto dauerhaft an einer normalen Haushaltssteckdose (Schuko) zu laden. Zwar ist es technisch möglich, doch die Risiken und Nachteile überwiegen im Alltag deutlich.
In Fachkreisen wird das beiliegende Steckdosen-Ladekabel oft als "Notladekabel" oder "Ladeziegel" bezeichnet – und genau so sollte es auch behandelt werden: als Lösung für den Notfall.
Warum die Steckdose keine Dauerlösung ist
1. Brandgefahr durch Überhitzung
Eine normale Haushaltssteckdose ist für kurzzeitige Belastungen (wie einen Wasserkocher oder Staubsauger) ausgelegt, aber nicht für eine Dauerlast von 10 bis 20 Stunden.
• Wärmeentwicklung: Alte Leitungen, Klemmstellen in Verteilerdosen oder die Kontakte der Steckdose selbst können extrem heiß werden.
• Verschleiß: Durch die permanente Hitze altert die Isolierung der Kabel schneller, was im schlimmsten Fall zu einem Kabelbrand führen kann.
2. Massive Ladeverluste (Geldverschwendung)
Beim Laden entstehen Verluste, weil die Bordelektronik des Autos während des gesamten Vorgangs aktiv sein muss.
• Effizienz: An der Steckdose lädt das Auto sehr langsam (ca. 2,3 kW). Dadurch ist die Elektronik viel länger "wach" als an einer Wallbox (11 kW).
• Kosten: Die Ladeverluste an der Steckdose liegen oft bei 15 % bis 30 %, während sie an einer Wallbox nur etwa 5 % bis 10 % betragen. Sie zahlen also für Strom, der gar nicht im Akku landet, sondern als Wärme verpufft.