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EU-Automarkt kippt: E-Autos jetzt bei 17,4 Prozent, Benzin und Diesel stürzen ab

Started by Redaktion, Yesterday at 17:31:45

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Redaktion

Das Jahr 2025 wirbelt den Automarkt in der EU ordentlich durcheinander. Zwar sieht das magere Plus von 1,8 Prozent bei den Neuzulassungen auf den ersten Blick langweilig aus, doch unter der Haube findet eine echte Umschichtung statt: Während elektrifizierte Antriebe den Ton angeben, geht es für Benziner und Diesel steil bergab.

https://www.notebookcheck.com/EU-Automarkt-kippt-E-Autos-jetzt-bei-17-4-Prozent-Benzin-und-Diesel-stuerzen-ab.1215748.0.html

Horstel

Der Automarkt in D kippt nicht. Firmen leasen aus steuerlichen Gründen E-Autos, diese werden wegen der Garantiebedingungen (Gewerbe) auf die Batterie dann wie Blei bei den Händlern stehen.
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Jeder Normalverdiener sieht zu, noch einen der bezahlbaren Benziner/Diesel gebraucht/neu zu kaufen, um diese Zwischenentwicklung auszusitzen.
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Warten wir die nächsten Wahlen ab, dann rumst es in der Parteienlandschaft.

Martin889

@Horstel Naja die Propaganda scheint ja zu funktionieren, der Artikel suggeriert das Elektroautos richtig toll sind und das jeder eins kaufen sollte, ich finde es traurig das sowas eins zu eins übernommen wird statt sich über die wirklich Zahlen zu informieren.

Natürlich steigen die Neuzulassungen für Elektroautos, wenn ich ein Elektroauto BLP 70.000€ für schlappe 150€ im Monat über meine Firma im Gewerbeleasing beziehen kann, dann wäre man blöd wenn man es nicht machen würde, ein vergleichbarer Benziner würde 5-600€ im Monat kosten. Von diesen Vorteilen profitieren vorallem Gutverdiener, wie immer, man hat kein Risiko, nichts. Man bekommt alle 3 Jahre einen Neuwagen und der dumme Privatkunde soll sich dann die Elektrokarre als Gebrauchtwagen ans Bein binden. Und das auf dem Rücken aller Steuerzahler nur um die Elektroautos mit Gewalt in den Markt zu drängen. Wenn Sie sonst keiner will dann verschenk ich sie eben. 

Hannes

Wenn es so viele wollen würden, dann bräuchte man wohl kaum die jetzt schon vom Bürger für Wohlhabende mitgetragene Elektroautoprämie. Gewinner dabei sind die Firmen die den Geldregen nur zu gerne über sich herein brechen lassen.

Holger Wahl

Die Entwicklung hat schon vor längerer Zeit eingesetzt, auch wenn manche das nicht sehen möchten (und selbst Unternehmen wie Porsche falsch einschätzen). Auch die Vermutung, solche Zahlen fussten nur auf unternehmerischen und steuerlichen Zwängen ist falsch, diese würde sich zudem eh nur auf Deutschland beziehen.

Seit mehreren Jahren schon sind e-Autos die einzige Antriebsgruppe, die konstante Zuwächse erzielt, und zwar in ganz Europa. Auch dort, wo keine Subventionen fliessen. Das Dilemma für die Hersteller: während Verbrenner-Verkaufszahlen konstant schrumpfen, hatten sie trotzdem noch einen hohen Anteil am verkauften Volumen. Worin also investieren: in hohe Volumina, die zudem mit amortisierter Infrastruktur produziert werden können, aber sichtbar und langfristig verschwinden werden, oder auf Nischen, die hohe Investitionen und geringere Margen erfordern, aber konstante und hohe Zuwächse zeigen?

Jede langfristige Entscheidung (Produktionsstandorte, Investitionen in Maschinen etc.) fällt vor diesem Hintergrund ganz klar Richtung Elektro, während Verbrenner noch für Erträge sorgen, so lange es eben geht. Wo aber an Investitionen und Entwicklung gespart wird, um die Erträge hoch zu halten, da ist auch klar, wie die langfristige Zukunft aussieht: es gibt keine, zumindest keine wesentliche. Und die Märkte, die langfristig noch Verbrenner benötigen (3. Welt inkl. USA), sind für die deutsche Automobilindustrie grösstenteils irrelevant. Diese deckt China mit Billig-Fahrzeugen ab, in den USA ist nur ein Teil des Luxus-Bereichs interessant.

Man mag daher noch herumheulen ob er vermeintlichen Märchen der Elektro-Mobilisten: der Zug ist schon lange abgefahren. Das einzige, was mich erstaunt, ist eine deutsche Regierung, die meint, eine Mobilität subventionieren zu müssen, die sich sowieso schon durchsetzt. Ausser den Margen der Hersteller wird damit gar nichts verbessert.

Horstel

@Holger Wahl


Dass der E-Auto-Markt trotz der Skepsis vieler Privatkäufer als ,,wachsend" bezeichnet wird, liegt an einer Diskrepanz zwischen offiziellen Zulassungsstatistiken und der tatsächlichen Nachfrage an der Ladentheke.
Hier sind die Gründe für diese oft als irreführend wahrgenommene Darstellung:

1. Statistisches Wachstum durch Gewerbe & Flotten
Der Großteil der Neuzulassungen entfällt nicht auf Privatpersonen, sondern auf gewerbliche Halter (Firmenwagen, Flotten, Mietwagen). Während Privatkäufer bei Elektroautos oft zurückhaltend sind – unter anderem wegen hoher Preise und mangelnder Ladeinfrastruktur – treiben Firmenflotten die Zahlen nach oben, da sie von steuerlichen Vorteilen profitieren.

2. Der ,,Trick" der Eigenzulassungen
Ein erheblicher Teil des Wachstums in den Statistiken des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) resultiert aus Eigenzulassungen durch Hersteller und Händler.

Um EU-Flottengrenzwerte einzuhalten und Strafzahlungen zu vermeiden, lassen Hersteller Fahrzeuge selbst zu, auch wenn kein Endkunde bereitsteht. Diese Autos landen später als ,,Tageszulassungen" oder junge Gebrauchte auf dem Markt, was die Neuzulassungszahlen künstlich aufbläht.

3. Globale vs. lokale Perspektive
Während der Absatz in Deutschland 2024 zeitweise um über 27 % einbrach, wächst der Markt auf globaler Ebene (besonders in China und den USA) weiterhin zweistellig. Berichte über ein ,,weltweites Wachstum" vermischen sich oft mit der lokalen Situation in Deutschland, wo die Nachfrage nach dem abrupten Ende des Umweltbonus massiv sank.
4. Definition von ,,Interesse" vs. ,,Kauf"
Viele Studien sprechen von einem ,,wachsenden Markt", wenn sie lediglich das steigende Interesse oder die Sympathiewerte in Umfragen meinen. In der Realität führen diese Sympathien jedoch oft nicht zum Kauf, da Faktoren wie hohe Anschaffungskosten (im Schnitt 10.000 € teurer als Verbrenner) und Reichweitenangst abschrecken.

Zusammenfassend: Das ,,Wachstum" findet oft auf dem Papier (Zulassungen) statt, während der reale Privatmarkt in Deutschland tatsächlich mit einer Kauf-Flaute kämpft.


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