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Fast 96 Prozent aller Neuwagen in Norwegen waren 2025 Elektroautos

Started by Redaktion, January 02, 2026, 14:15:01

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Redaktion

Während in der EU über das Ende des Verbrenners diskutiert wird, ist der Umstieg in Norwegen fast abgeschlossen. Im Dezember waren fast 98 Prozent aller Neuwagen elektrisch unterwegs. Tesla verteidigt dabei die Spitzenposition bei den Neuzulassungen zum fünften mal in Folge.

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Christian26

Naja, zur üblichen eAuto Propaganda hier hat Norwegen auch ganz andere Vorraussetzungen. Größer als D hat Norwegen nicht einmal 6 Millionen Einwohner auch wenn die Autodichte aufgrund der dünnen Besiedelung sehr hoch ist,  der Strom kommt fast zur Gänze aus den fast 400 Wasserkraftwerken die das ganze Jahr laufen d.h. dort ist die Energiewende Grundlastfähig bei nur wenigen Verbrauchern. Dazu kommt ein Strompreis der im Durchschnitt 15 Eurocent beträgt und dass bei fast doppelten Lohnniveau. Jetzt im Vergleich das Schwellenland Deutschland, fast 85 Millionen Einwohner, die Stromerzeugung ist nur mit Hilfe von Kohlekraftwerken Grundlastfähig, in den Spitzenzeiten von Wind und Solarenergie muss D seine Überkapazitäten aufgrund mangelnder Speichermöglichkeit für ein Butterbrot in den europäischen Stromverbund einspeisen und bei Bedarf teuer zukaufen. Dann kommt der deutsche Strom großteils aus französischen Atomkraftwerken. Und der Preis,im Schnitt deutlich über 30 Eurocent. Bevölkerungsdichte Länder können nicht auf die totale eMobiltät umsteigen, in D sind fast 50 Millionen Fahrzeuge zugelassen, selbst für die Hälfte gäbe es keinen Platz für die Masse an Ladestationen da Strom tanken noch immer 10x länger dauert als Sprit tanken.

Yamagiri

Der Vergleich mit Norwegen ist irreführend, da er die grundlegenden physikalischen und ökonomischen Realitäten völlig ausblendet.
Norwegen verfügt durch seine fast 400 Wasserkraftwerke über eine von Natur aus grundlastfähige und extrem günstige Energieversorgung für eine vergleichsweise kleine Bevölkerung von nicht einmal sechs Millionen Menschen. In Deutschland hingegen ist die Energiewende bei über 84 Millionen Einwohnern und einer energieintensiven Industrie weitaus komplexer. Während wir Überschüsse bei Wind und Sonne oft mangels Speichern für ein Butterbrot ins Ausland abgeben müssen und bei Bedarf teuer zukaufen, zahlt man in Norwegen bei einem fast doppelt so hohen Lohnniveau im Schnitt nur rund 15 Cent pro Kilowattstunde – ein Bruchteil des deutschen Preises.
Ein weiterer entscheidender Punkt ist die schiere Masse und die Logistik. Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob man eine Infrastruktur für drei Millionen oder für fast 50 Millionen zugelassene Pkw bereitstellt. In einem dicht besiedelten Land wie Deutschland ist die totale Umstellung auf Elektromobilität allein logistisch kaum machbar, da das Laden im Schnitt zehnmal länger dauert als das herkömmliche Tanken. In unseren Ballungsräumen fehlt schlichtweg der Platz für die gewaltige Menge an notwendigen Ladestationen, die diesen Zeitverlust für die breite Masse kompensieren müssten.
Zudem darf man die Wohnsituation nicht ignorieren. In Norwegen leben über 80 Prozent der Menschen im Wohneigentum und laden bequem und billig an der eigenen Wallbox. Im ,,Mieterland" Deutschland ist das für die Mehrheit der Bevölkerung völlig unrealistisch. Hier wird das E-Auto durch teures öffentliches Laden und mangelnde Stellplätze eher zum Privileg für Hausbesitzer als zu einer Lösung für alle. Dass der Umstieg in Norwegen so ,,erfolgreich" wirkt, liegt letztlich auch daran, dass Verbrenner dort durch extreme Steuern künstlich unbezahlbar gemacht wurden. Eine solche Preispolitik wäre in einem Pendlerland wie Deutschland sozialer Sprengstoff.
Letztlich zeigt das Beispiel Norwegen nur, dass die Technik in einem reichen, dünn besiedelten Land mit speziellen Energiequellen funktioniert. Als Blaupause für ein großes Industrieland taugt es jedoch nicht. Wer diesen Luxus-Sonderfall als allgemeingültiges Vorbild hinstellt, betreibt eher Propaganda als ehrliche Realpolitik und ignoriert die massiven infrastrukturellen Hürden unseres Landes.

Bothunter

Liebe Mineralöl-Lobby-Bots, wenn ihr schon voneinander abschreibt, dann doch bitte so, dass man es nicht gleich merkt.

Zu den Fakten: Wieso sollte es schwieriger sein, in einem großen Land für wenige Leute Lademöglichkeiten zur Verfügung zu stellen, als in einem dichter besiedelten Land für mehr Leute? Genug Parkplätze sind ja da und die Ladesäulen sind doch in dichter besiedelten Gebieten wesentlich lukrativer. Und natürlich ist es möglich, überall Lademöglichkeiten zu schaffen, das ist ja großteils auch schon geschehen. Vermieter können den Menschen problemlos Lademöglichkeiten zur Verfügung stellen. Zudem ist auf dem Land, wo die Autodichte viel höher ist und viel öfter geladen werden muss als in der Stadt, die Anzahl der Eigenheime viel höher.
Der Strom ist in Deutschland nur so teuer, weil wir jahrelang auf Erdgas gesetzt haben, das jetzt extrem teuer ist und dessen Nutzung für die Stromerzeugung wir mit jeder KWh bezahlen müssen, egal, woher die kommt. Zudem wurde der Umbau des Stromnetzes sträflich vernachlässigt. Grundlast lässt sich durch stärkeren Fokus auf lokale Netzwerke mit Biogas, Wasserkraftwerke, Gezeiten und Stromspeicher problemlos erreichen. Lokale Erzeuger, Genossenschaften und Privatleute können ebenfalls den Strom an Nachbarn verkaufen. Wir sind noch nicht ganz da, aber das wird schon noch.
Der Markt hat schon längst entschieden: Öl, Gas und Kohle haben für die Stromerzeugung ausgedient, da sie viel teurer sind, als erneuerbare Energien. Wenn die Fossile Lobby nicht Unmengen von Geld in die Verhinderung stecken würde, wären wir auch schon längst da und keiner würde mehr darüber reden. Die Industrie hat auch schon längst entschieden, dass sie den Weg in andere Energieträger geht, sie hat ja auch gar keine andere Wahl.

Natürlich ist es aber auch wünschenswert, dass wir die Anzahl der privaten PKW und der Transporte auf den Straßen reduzieren. Das Deutschlandticket hat ja gezeigt, dass das problemlos möglich ist und die Menschen dazu bereit sind. Wir müssen nur endlich vernünftige öffentliche Verkehrsmittel aufbauen und diese so finanzieren, dass sie nicht ständig kurz davor sind pleite zu gehen und ihre Infrastruktur zerfällt.

Alles ist möglich, es ist nur eine Frage, ob man sich konsequent dafür entscheidet.

Johnny38

Rheinmetall produziert den Bordsteinlader. Da wird einfach die Gehsteigkante zur Ladestation. Das kann flächendeckend in allen Städten errichtet werden. Ändert an Stadtbild gar nichts außer dass so manche herkömmliche Tankstelle durch was sinnvolleres ersetzt werden könnte. E-Autos werden sowieso laufend günstiger und besser also sollte in Europa nicht darüber diskutiert werden ob sich e-Autos durchsetzen sondern endlich daran arbeiten passende Lösungen dafür anzubieten. Das Auto hat sich auch gegen Pferde durchgesetzt und genauso passiert es jetzt mit den Antriebsarten. E-Antriebe sind stärker, leiser, zuverlässiger und bald auch viel günstiger.

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