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Apple spielt mit der Konkurrenz - MacBook Neo bietet mehr Single-Core-Leistung als jeder Mobilprozessor von AMD, Intel oder Qualcomm

Started by Redaktion, March 11, 2026, 21:30:35

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Redaktion

Apples neues MacBook Neo mit dem Smartphone-Prozessor A18 Pro bietet eine hervorragende Single-Core-Performance, die jeden mobilen Prozessor von AMD, Intel und Qualcomm übertrifft. Und dabei setzt Apple noch nicht einmal den aktuellen A19 Pro ein.

https://www.notebookcheck.com/Apple-spielt-mit-der-Konkurrenz-MacBook-Neo-bietet-mehr-Single-Core-Leistung-als-jeder-Mobilprozessor-von-AMD-Intel-oder-Qualcomm.1248128.0.html

RobinLight


Hernur

Anders als Windows ist MacOS ziemlich gut auf geringen RAM optimiert und dahingehend sehr effizient. Unter MacOS reichen 8GB RAM für alltägliche Aufgaben (Surfen, Medienstreaming, Office, leichte Bildbearbeitung, auch parallel) aus.

Ich nutze selbst einen M1 MacBook Air mit 8 GB RAM und habe nur einmal einen Engpass im RAM bemerkt als ein großes CAD Modell zum 3D Druck auf einem Nutzer gerendert wurde und RAM mehrere parallele Aufgaben bei einem anderen Nutzer liefen.

Ich würde behaupten dass 8 GB unter MacOS für mehr ausreichen als 12 GB unter Windows. Auf jeden Fall sind 8 GB RAM unter MacOS effizienter und besser als 8 GB unter Windows, die auch in dem Preissegment um 600€ dort noch häufig zu finden sind.

In Anbetracht der Zielgruppe und des Preises sind 8 GB RAM in meinen Augen ausreichend, auch wenn 12 GB RAM sicherlich schön gewesen wären. Für den Alltag reichen aber auch so 8 GB für die Nutzer der Zielgruppe aus.

RobertJasiek

Quote from: Hernur on March 12, 2026, 02:53:29Anders als Windows ist MacOS ziemlich gut auf geringen RAM optimiert und dahingehend sehr effizient. Unter MacOS reichen 8GB RAM für alltägliche Aufgaben (Surfen, Medienstreaming, Office, leichte Bildbearbeitung, auch parallel) aus.

Bei Windows 7 kam ich für alltägliche Aufgaben immer mit meinen 2 GB RAM aus. Bei Windows 10 geht es immer mit 8 GB. Windows 11 steht in schlechterem Ruf, aber ich habe darunter nicht zu knappen RAM, kenne die praktikable Untergrenze also nicht.

Kurt

Damit wäre dann ja auch klar warum nicht mehr als 8 GB geht. Wer kannibalisiert sich schon gerne freiwillig selber. Die wollen ihre teureren Geräte ja auch noch verkaufen. Clever.

cubei

Korrigiert mich wenn ich falsch liege, aber der Benchmark testet nicht die Single Core Leistung, sondern die Single Thread Leistung, richtig? Bei dem ARM Core macht das keinen Unterschied, aber bei den Hyperthread Cores von Intel und AMD kann der Core ja eigentlich zwei Threads parallel ausführen, das heißt der Benchmark lastet den Kern gar nicht richtig aus.
Ändert natürlich nichts daran, dass der A18 Pro einen Thread schneller ausführen kann als die Konkurrenz. Man kann aber nicht unbedingt sagen, dass der Kern schneller ist.


Und noch eine Frage zu dem "MacOS ist bei der RAM Nutzung viel effizienter":
Vielleicht ist der ARM Instruktionssatz kompakter in der Größe (bei manchen Dingen), aber die Daten sind doch immer gleich groß. Oder kann mir jemand erklären wie ein 1000 x 1000 px Bild in Photoshop geöffnet bei Windows mehr RAM benötigen soll. Oder eine Webseite in Chrome. Oder noch schlimmer: Datenbanken und Docker.
Daten sind Daten, alles sind 64 Bit Systeme. Komprimiert MacOS den Speicher so extrem, oder wie kann da RAM gespart werden?

MoonLight

Quote from: cubei on March 12, 2026, 09:08:53Korrigiert mich wenn ich falsch liege, aber der Benchmark testet nicht die Single Core Leistung, sondern die Single Thread Leistung, richtig? Bei dem ARM Core macht das keinen Unterschied, aber bei den Hyperthread Cores von Intel und AMD kann der Core ja eigentlich zwei Threads parallel ausführen, das heißt der Benchmark lastet den Kern gar nicht richtig aus.
Ändert natürlich nichts daran, dass der A18 Pro einen Thread schneller ausführen kann als die Konkurrenz. Man kann aber nicht unbedingt sagen, dass der Kern schneller ist.

Teste es doch selbst. Lass den Single-Thread Benchmark laufen und guck im Task-Manager wie viel % der eine Kern ausgelastet ist. Guck dir den Takt an und vlt. hast du auch noch Power-Tools und siehst den Stromverbrauch der CPU allein. Dann hast du deine Antwort. Vielleicht mag das hier mal einer testen?
 

MoonLight

Quote from: cubei on March 12, 2026, 09:08:53Und noch eine Frage zu dem "MacOS ist bei der RAM Nutzung viel effizienter":
Vielleicht ist der ARM Instruktionssatz kompakter in der Größe (bei manchen Dingen), aber die Daten sind doch immer gleich groß. Oder kann mir jemand erklären wie ein 1000 x 1000 px Bild in Photoshop geöffnet bei Windows mehr RAM benötigen soll. Oder eine Webseite in Chrome. Oder noch schlimmer: Datenbanken und Docker.
Daten sind Daten, alles sind 64 Bit Systeme. Komprimiert MacOS den Speicher so extrem, oder wie kann da RAM gespart werden?

Sehr gute Frage. Ich denke es gibt nur drei, vielleicht vier Punkte bei denen der RAM unter macOS effizienter sein kann:
- Es wird aggressiver komprimiert und die Daten bleiben deswegen länger im RAM. Die schnelle CPU in jedem Mac kann hier unbemerkt packen/entpacken
- Unified Memory spart Kopiervorgänge zwischen RAM und VRAM. Das geöffnete Bild im Photoshop braucht exakt so viel Speicher, aber es bleibt an seinem Ort und wird nicht in den VRAM abgelegt. Das Bild lässt sich aber im RAM sehr stark komprimieren.
- Apple war RAM schon immer heilig weil sie damit geizen. Das Betriebssystem ist wahrscheinlich dahingehend selbst optimiert. Ich denke keine Firma hat mehr Motivation und Erfahrung das meiste aus dem RAM zu holen als Apple. Noch dazu ist das OS in einer ähnlichen Form auf Smartphones unterwegs wo man unweigerlich sparen muss wegen mangelnden Ressourcen.
- SSD-Anbindung effizienter, deswegen eventuell flüssiger Swap. Der Controller ist im SoC, verbraucht minimal Strom und der Flash ist als einzelner Chip sehr nah am SoC.

Aber ja, es ist keine Magie. Nur etwas cleverer umgesetzt. Docker wird seine 4 GB RAM brauchen und sie nicht hergeben.

JKM

Apple spielt mit der Konkurrenz - MacBook Neo bietet mehr Single-Core-Leistung als jeder Mobilprozessor von AMD, Intel oder Qualcomm

Da hat sich Apple in Sachen IPC in den letzten 10 Jahren still und heimlich völlig an Intel und AMD vorbeigeschlichen. Das was Apple jetzt stark macht bzw. bei der M-Serie ist,
dass Apple doch einen höheren Takt anbieten kann und mit der Single-Thread-Performance klar vor Intel und AMD ist.

Aber trotzdem kann sich Apple nicht so einfach mit Intel und AMD spielen,

1) weil Apple-CPUs nur bei Apple Notebooks und Apple-User genutzt werden,
2) weil Gamer nicht so gerne Apple-Notebooks spielen
3) weil Apples Kerne nicht für Server genutzt werden können.

Zumindestens hat AMD mit Apple ein neues Ziel gefunden,
um sich bei zukünftigen Zen-CPU-Architektur-Entwicklungen orientieren zu können.

Der A18 Pro verbraucht hier 3,5-4 Watt und erreicht 147 Punkte. Damit ist er schneller als jeder andere x86-Prozessor in unserer Datenbank und selbst die beiden Desktop-Prozessoren Intel Core Ultra 9 285K & AMD Ryzen 9 9950X3D werden knapp geschlagen.

Das mit der Single-Thread-Effizienz ist so eine Sache, wenn Apple wegen der Marktmacht (Umsatz) frühzeitig 3nm sichern konnte und AMD nicht. Gleiches spiel kennen sir schon, als AMD nur 6nm und Apple mit 5nm eine so viel bessere Effizienz hatte, bis AMD dann auch mit 5nm antanzte und das ganze drehte. Hinzu kommt, auf welchen Geräten getestet wird. Apple ist bekannt seine Notebooks hocheffizienz auszulegen, während x86-Noteboks von Modell zu Modell sehr varieren können. (Und ich sprach jetzt bezogen auf AMD, weil Intel mit 3nm [und später mit A18] gerade mal an AMD herankam.)

Korrigiert mich wenn ich falsch liege, aber der Benchmark testet nicht die Single Core Leistung, sondern die Single Thread Leistung, richtig?

Richtig und gut auf dem Punkt gebracht.
Apple-Cores sind ja nicht für Server ausgelegt, sowie hatte Apple kein Bedarf an Multi-Thrad-Cores, weil sie stattdessen Effizienz-Kerne entwickelten.


MaksDampf

Quote from: cubei on March 12, 2026, 09:08:53Und noch eine Frage zu dem "MacOS ist bei der RAM Nutzung viel effizienter"

Es sind weder die ISA noch Komprimierung. macOS hat sogar die Angewohnheit den Ram voll zu müllen bzw. eben nicht gleich zu evicten wenn man etwas schließt, weil "es könnte ja bald wieder gebraucht werden". Was übrigens Energie spart, weil man das Zeug nicht neu von der SSD laden muss und dabei CPUzyklen verbrennt.

Das was macOS von Windows unterscheidet ist der Legacy support. Windows hat eine beeindruckende Rückwärtskompatibilität und installiert für jede Software die uralt DLL für welche die Software ursprünglich entwickelt wurde. Kan man schön daran sehen dass der Windows-Ordner in relation zu der Anzahl an installierten Programmen massiv anwächst. Wenn man dann mehrere Programme offen hat, dann liegt wahrscheinlich ein und dieselbe Bibliothek in fünf verschiedenen Versionen im Ram. Selbst windows tools selber nutzen nicht stringent shared libraries, sondern haben viel Wildwuchs weil es Microsoft an einem bestimmten Punkte einfach egal war (Ram war billig genug).
Linux, wie zum Beispiel SteamOS ist bei der Ramnutzung meist besser und dass obwohl Kompatibilitätslayer wie Wine, Proton, DXVK oder VA-API  noch mit laufen müssen damit Windows Programme lauffähig sind.

Apple ist da viel stringenter und zwingt die App-Hersteller die neue Version der Library zu nutzen. Außerdem ist Apple auch bei neuen Versionen von Libraries vorsichtiger und gründlicher sodass seltener überhaupt erst Inkompatibilitäten mit Abstürzen etc. entstehen. Apple scheut aber nicht harte Cuts zu machen und Zeug aus dem Betriebssystem rauszuschmeißen bzw. aufzuräumen wenn sie dadurch insgesamt einen Mehrwert für den Nutzer sehen. Microsofts historische Strategie ist da sehr anders und selbst wenn Microsoft das ändern wollte, haben sie keine Chance solange sie für die Basisfunktionalität von Dritten abhängig sind, wie zum Beispiel den Entwicklern von Gerätetreibern und Peripherie.

RobertJasiek

"Windows hat eine beeindruckende Rückwärtskompatibilität und installiert für jede Software die uralt DLL"

Eher "für fast jede". Ich habe z.B. eine Software von 2010, welche mit einer Windows-7-DLL besser funktionierte als mit Windows 10.

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