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Posted by HenXel
 - Today at 12:32:18
**Gegendarstellung zum Artikel ,,Emails geleakt: Tesla setzte niederländische Zulassungsbehörde unter Druck"**

Der vorliegende Artikel basiert auf einer Reuters-Recherche und stellt die Zulassung von Tesla Full Self-Driving (Supervised) in ein einseitig negatives Licht: Druck auf die niederländische RDW, angebliche unzureichende Sicherheitsstudien und Intransparenz. Diese Darstellung lässt entscheidende Realitätsdaten und politische Entwicklungen weitgehend unberücksichtigt.

### Realitätsdaten aus den bereits zugelassenen Ländern

FSD Supervised ist derzeit in **acht EU-Ländern** zugelassen: Niederlande (seit 10. April 2026), Litauen, Estland, Dänemark, Belgien, Slowenien, Tschechien und Kroatien. Diese Zulassungen beruhen auf der niederländischen Artikel-39-Ausnahme und dem EU-weiten Anerkennungsverfahren.

In diesen Ländern haben Kunden inzwischen **über 100 Millionen Kilometer** (rund 102 Millionen km) mit aktiviertem FSD Supervised zurückgelegt. Tesla-Daten – die teilweise von Reuters selbst verifiziert wurden – zeigen dabei:

- 4,1-mal weniger Kollisionen im Vergleich zu manuell gefahrenen Teslas mit aktivierten Active-Safety-Systemen.
- Frühere Zwischenstände (Stand Juli 2026, ca. 65 Millionen km) lagen sogar bei 5,2-mal weniger Kollisionen.
- Auf Autobahnen: null Kollisionen über 41,9 Millionen km (gegenüber 88 Kollisionen bei manueller Fahrt über 429 Millionen km).
- Deutlich weniger Notbremsungen, harte Beschleunigungen, harte Bremsungen und Ausweichmanöver.

Über 70.000 europäische Kunden nutzen das System inzwischen und legen gemeinsam mehr als eine Million Kilometer pro Tag zurück. Die Praxis in acht Ländern mit sehr unterschiedlichen Straßenverhältnissen, Verkehrsregeln und Klimabedingungen zeigt eine messbar höhere Sicherheit, nicht das Gegenteil.

Diese realen Kilometer und Unfallstatistiken widerlegen die pauschale Behauptung, Teslas Sicherheitsstudien seien unbrauchbar oder die Zulassung sei ohne belastbare Grundlage erfolgt. Die Daten stammen nicht nur aus Teslas internen Testflotten, sondern aus dem Alltag normaler Kunden.

### Politische Unterstützung – auch aus Deutschland

Gerade auf Basis dieser Erfahrungen spricht sich der deutsche Bundesverkehrsminister **Steffen Bilger** ausdrücklich für eine zügige EU-weite Zulassung aus. In öffentlichen Äußerungen Anfang Oktober 2026 betonte er, dass er sich dafür einsetzen werde, das System zeitnah europaweit zu genehmigen. Er verwies auf konstruktive Gespräche mit Tesla (u. a. Umbenennung in ,,Tesla Assisted Driving" und klare Regelungen zur Geschwindigkeitsüberschreitung von maximal 10 %), auf Innovationschancen und auf mögliche Vorteile für die Verkehrssicherheit. Sollte eine EU-Einigung scheitern, müsse man über nationale Möglichkeiten in Deutschland sprechen.

Diese Position eines zuständigen Ministers steht im direkten Gegensatz zur Darstellung des Artikels, der den Eindruck erweckt, die Zulassung sei vor allem das Ergebnis von Druck und Intransparenz. Bilger sieht die Sicherheitsgewinne und die Notwendigkeit, Innovation nicht unnötig zu verzögern.

### Zum Vorwurf des Drucks und der Intransparenz

Dass Unternehmen mit Behörden kommunizieren, Termine und Umfang von Prüfungen erörtern und öffentliche Stellungnahmen abgeben, ist im Regulierungsprozess üblich – nicht nur bei Tesla. Die RDW selbst hat betont, dass ihre Prüfung unabhängig und umfangreich war (mehrere tausend Stunden Tests, über 1.000 Testläufe). Andere Mitgliedstaaten haben die niederländische Bewertung anerkannt und zum Teil ergänzende Prüfungen durchgeführt.

Die kritischen Stimmen zu Teslas Methodik (u. a. der von Reuters beauftragten Forscher) sind bekannt und legitim. Sie ändern jedoch nichts an den realen Unfallzahlen aus mehr als 100 Millionen Kilometern Kundeneinsatz. Wer die Sicherheit von FSD Supervised ernsthaft bewerten will, muss diese Daten einbeziehen – und nicht nur die Korrespondenz vor der ersten Zulassung.

### Fazit

Die Erfahrungen aus acht EU-Ländern und über 100 Millionen gefahrenen Kilometern zeigen eine klare Sicherheitsverbesserung gegenüber der manuellen Fahrt. Genau diese realen Ergebnisse sind der Grund, warum Minister Bilger eine schnelle EU-weite Zulassung unterstützt. Zweifel und Kritik an Verfahren und Methodik sind berechtigt und müssen transparent diskutiert werden. Eine pauschale Ablehnung oder Forderung nach kompletter Neuauflage der Prüfung, die die vorliegenden Realitätsdaten ignoriert, ist es nicht.

Die Frage sollte nicht lauten: ,,Hat Tesla Druck ausgeübt?", sondern: ,,Ist das System auf europäischen Straßen sicherer als der menschliche Fahrer – und retten wir dadurch Leben?" Die bisherigen Daten deuten klar in diese Richtung.
Posted by Silvio
 - October 09, 2026, 22:47:24
Behörden befassen sich genau einmal mit einer Sachlage wenn diese Prüfungen erfolgten und eine Entscheidung getroffen wurde ist diese Bindend. Ist manchmal blöd für den ein oder anderen aber so ist es .
Posted by Redaktion
 - October 09, 2026, 10:18:44
Das Nachrichtenportal Reuters hat in einer Recherche aufgedeckt, dass Tesla die niederländische Zulassungsbehörde RDW wiederholt gedrängt hat Zulassungsverfahren seines Fahrassistenzsystems Full Self-Driving (FSD) zu beschleunigen und weniger aufwendig zu gestalten. Die Recherche wirft nicht nur Fragen zur tatsächlichen Sicherheit von FSD, sondern auch zur Transparenz und Unabhängigkeit des europäischen Zulassungsverfahrens auf.

https://www.notebookcheck.com/Emails-geleakt-Tesla-setzte-niederlaendische-Zulassungsbehoerde-unter-Druck.1420081.0.html