Wieder ein sehr lesenswerter und informativer Artikel. Vielen Dank, sowas liest man super selten. Echt eine tolle Recherche davon könnte sich der rbb mal inspirieren lassen. Deren Beiträge sind an oberflächlichkeit zum öpnv kaum zu überbieten - vermutlich alles Autofahrer :D
Macht überhaupt keinen Sinn! Bei solchem "Schwachsinn aus Faulheit*" denke ich immer, daß es gesetzlich vorgeschrieben sein sollte, daß die jeweiligen Geschäftsführer (" C-Suite") solcher ÖPNV Unternehmen wie die BVG ihre eigene Technik für mindestens 30 Tage selbst benutzen müssen. Damit meine ich täglich, also pendeln zur Arbeit als auch alle Fahrten abends und am Wochenende. Also nichts mit Geschäftswagen (und Chauffeur), dafür ein Monatspaß. *Nichts anderes ist es doch. Ein leicht lesbar ausgedruckter Fahrplan unter Plexiglas ist IMHO immer noch ungeschlagen, wenn's um Zugang zu Routen- und Fahrplan Information geht, v.a. wenn's mal wieder mit der Software oder Hardware klemmt. Was spricht denn gegen beides - digital kann ja immer noch hilfreich sein. Mein Verdacht ist auch, daß ein gedruckter Fahrplan eben auch Verspätungen und Ausfälle sehr offensichtlich macht.
Die Digitalisierung von Haltestellen in Berlin mit Diggi soll Fahrgästen eigentlich nur Vorteile bieten. Doch das Gegenteil ist der Fall. Die BVG spart sich bei Haltestellen zunehmend konkrete Fahrplanaushänge und erfindet sogar Fahrten. Der Fahrgast muss mit viel ÖPNV-Fachwissen und dem Taschenrechner ran um abzuschätzen, wann und ob ein Bus oder eine Straßenbahn fährt. Der BVG ist das Problem derweil zu rechercheintensiv.