Quote from: cubei on March 12, 2026, 09:08:53Und noch eine Frage zu dem "MacOS ist bei der RAM Nutzung viel effizienter"
Es sind weder die ISA noch Komprimierung. macOS hat sogar die Angewohnheit den Ram voll zu müllen bzw. eben nicht gleich zu evicten wenn man etwas schließt, weil "es könnte ja bald wieder gebraucht werden". Was übrigens Energie spart, weil man das Zeug nicht neu von der SSD laden muss und dabei CPUzyklen verbrennt.
Das was macOS von Windows unterscheidet ist der Legacy support. Windows hat eine beeindruckende Rückwärtskompatibilität und installiert für jede Software die uralt DLL für welche die Software ursprünglich entwickelt wurde. Kan man schön daran sehen dass der Windows-Ordner in relation zu der Anzahl an installierten Programmen massiv anwächst. Wenn man dann mehrere Programme offen hat, dann liegt wahrscheinlich ein und dieselbe Bibliothek in fünf verschiedenen Versionen im Ram. Selbst windows tools selber nutzen nicht stringent shared libraries, sondern haben viel Wildwuchs weil es Microsoft an einem bestimmten Punkte einfach egal war (Ram war billig genug).
Linux, wie zum Beispiel SteamOS ist bei der Ramnutzung meist besser und dass obwohl Kompatibilitätslayer wie Wine, Proton, DXVK oder VA-API noch mit laufen müssen damit Windows Programme lauffähig sind.
Apple ist da viel stringenter und zwingt die App-Hersteller die neue Version der Library zu nutzen. Außerdem ist Apple auch bei neuen Versionen von Libraries vorsichtiger und gründlicher sodass seltener überhaupt erst Inkompatibilitäten mit Abstürzen etc. entstehen. Apple scheut aber nicht harte Cuts zu machen und Zeug aus dem Betriebssystem rauszuschmeißen bzw. aufzuräumen wenn sie dadurch insgesamt einen Mehrwert für den Nutzer sehen. Microsofts historische Strategie ist da sehr anders und selbst wenn Microsoft das ändern wollte, haben sie keine Chance solange sie für die Basisfunktionalität von Dritten abhängig sind, wie zum Beispiel den Entwicklern von Gerätetreibern und Peripherie.