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Autor Thema: Erster Eindruck: Lenovo Yoga 3 Pro im Test  (Gelesen 2941 mal)

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Erster Eindruck: Lenovo Yoga 3 Pro im Test
« am: November 04, 2014, 15:20:04 »
Hello Broadwell! Intel geht den nächsten Schritt in Sachen CPU-Technologie. Als eines der ersten Geräte setzt Lenovos brandneues Yoga 3 Pro Convertible auf die neuen Core-M-Prozessoren. Wo liegen die neuen Chips im Vergleich zu Intels Haswell-ULV-Prozessoren? Was darf man vom neuen Lenovo Yoga un der nunmehr 3. Generation erwarten? Unserem kommenden Test vorweg, hier unser erster Eindruck und Messergebnisse.

http://www.notebookcheck.com/Erster-Eindruck-Lenovo-Yoga-3-Pro-im-Test.129526.0.html

möglicher XMG-Käufer

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Re: Erster Eindruck: Lenovo Yoga 3 Pro im Test
« Antwort #1 am: November 04, 2014, 23:23:41 »
Ist das Display denn entspiegelt? Lenovo hat ja schonmal bewiesen, dass sie Touch und gute Entspiegelung zugleich realisieren können...
...dann wäre es nämlich tatsächlich ein richtig, richtig interessantes Gerät!  (allein dieses Scharnier...)
mittlerweile nicht mehr tatsächlicher XMG-Käufer, sondern tatsächlicher Schenker-Käufer... ;)

Schenker DTR 17, UHD GSYNC IPS 60hz (AUO109B), i7 7700K geköpft, GTX 1080 MXM, Clevo Z170, 4x 16 GiB HyperX Impact 2133er CL13 SODIMM, Mx300 1TiB M.2-SATA-AHCI, Killer 1535, Win10Pro.

Morgon

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Re: Erster Eindruck: Lenovo Yoga 3 Pro im Test
« Antwort #2 am: November 05, 2014, 10:23:11 »
Hochwertiges Gerät und neidische Blicke schön und gut, aber was bringt mir das, wenn die Leistung so in den Keller geht? Dass der "passive" Prozessor den i7 nicht erreicht hatte ich schon vermutet. Dass er aber selbst gegen den i5 noch kaum Land sieht ist schon arg enttäuschend.

Also werde ich wohl lieber auf 200g weniger und das echt schicke Scharnier  :'( verzichten und mir den Vorgänger mit einem i7 besorgen.

Mal davon abgesehen: was bringen die 200g weniger eigentlich abgesehen von dem Schwanzvergleich der Hersteller? Ist das haptisch so ein Unterschied, als dass man nicht besser 200g mehr Akku rein packt und damit vielleicht über die 10h normalen Betrieb kommt?

JKM

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Re: Erster Eindruck: Lenovo Yoga 3 Pro im Test
« Antwort #3 am: November 05, 2014, 14:58:18 »
Interessant, wie wenig Aufmerksamkeit hier um den ersten 14nm-Intel-Core gemacht wird.

Eigentlich ist Core M schon fast eine Enttäuschung, wenn man sich an die Erwartungen von 5W-CPU oder Passiv Orientiert.

Die 30W-Spitze bekräftig meine Vermutung des Marketing-Gags mit dem Turbo-Core-Tricks (bis zu 2,6 Ghz-Takt). Denn 5W-TDP bedeutet ja 5W Wärmestrom aus dem Kühler abzuliefern und nicht ein Maximalverbrauch von 5W. Deshalb sind paar Sekunden 10W, oder was auch immer, möglich.

Der Chinebench 11.5 zeigt mit 1,04 Punkten, wie kurz "hohe" Takt möglich sind.
1.04 Punkte sind gerade mal so 2,0 Ghz und somit etwas von 2,6 Ghz entfernt.

Wenn man diesen Core M im Yoga 3 mit dem einzigen 5W-x86-Notebook vergleicht, wird dies wieder bekräftig.
Denn der Premium-Core M verbraucht im CPU-Last mit 20W doppelt so viel Strom wie der HP Stream Notebook und das nur bei +50% mehr CPU-Multi-Thread-Performance. Bei Single-Thread ist die Performance gegen diesem Notebook immerhin +150% schneller, aber beim AMD A4 Micro-6400T (max 1,6 Ghz) handelt es sich ja auch nur um einen Mittelklasse-Prozessor. Gegen dem Primium-A10 mit 2,2 Ghz in Single-Thread wäre der Core M dann so +100% schneller.

Also, da ist die Effizienz des 14nm-Core Ms nicht berauschend, wenn sie sich gerade mal an einen Low-Power-x86-Architektur in 28nm orientiert. Und das bei einem 5-Fachen Preisunterschied.
Mit Atom vs Core M wird es wahrscheinlich nicht viel anders aussehen, während die Sache bei ARM vs Core M vielleicht noch weniger optimal aussehen wird. Und wenn die Core M-Konkurrenz (als die <5-Watt-TDP - x86 und ARM) nächstes Jahr die Fertigung auf 20nm umstellt und die Effizienz höchstwahrscheinlich gesteigert wird, dann ...

Till Schönborn

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Re: Erster Eindruck: Lenovo Yoga 3 Pro im Test
« Antwort #4 am: November 05, 2014, 19:08:51 »
Hallo,

wir werden speziell zum Core M noch einen detaillierten Spezialartikel veröffentlichen, der dann hoffentlich alle Fragen beantwortet. Einige Anmerkungen aber schon einmal vorweg:

- Bei der Leistungsaufnahme gilt es das anscheinend recht energiehungrige Display zu berücksichtigen. Wir werden uns deshalb vor allem auf die Sensorwerte der PCU respektive das gemessene Verbrauchsdelta idle/load konzentrieren.
- Als Konkurrenz zu Beema/Temash würde ich eher die verschiedenen Bay Trail Modelle sehen. Leistungssteigerungen gehen immer mit einem überproportionalen Verbrauchsanstieg einher. Core M fokussiert sich als Zweikerner zudem eher nicht auf eine maximale Multithread-Leistung, sondern vielmehr eine möglichst hohe Alltagsperformance – darum der starke Turbo und die hohe Pro-Thread-Leistung, die jedoch nur begrenzte Zeit gehalten wird. Genaueres dazu folgt. :)

Gerne nehme ich mir auch sonstige Spezialtests und -wünsche vor, sofern vom Aufwand vertretbar und für die Leser interessant.

JKM

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Re: Erster Eindruck: Lenovo Yoga 3 Pro im Test
« Antwort #5 am: November 06, 2014, 10:35:05 »
### Bei der Leistungsaufnahme gilt es das anscheinend recht energiehungrige Display zu berücksichtigen. Wir werden uns deshalb vor allem auf die Sensorwerte der PCU respektive das gemessene Verbrauchsdelta idle/load konzentrieren.###
Habe ich ja.
Laut ihren Test-Richtlinien testet ihr beim Energie-Test Modus "Idle-Maximum" mit höchster Display-stufe. Der Unterschied zum Last-Medium/Maximum beträgt dann das doppelte, während die Verdopplung zwar bei HP-Stream Notebook auch stattfindet, aber 5 statt 10 Watt.

Natürlich kann man damit keine allgemeine Aussage treffen, aber der Erste Eindruck entäuscht eigentlich. Denn die Konkurrenz bzw. der Atom selber könnte schon längst passive Notebooks mit veraltener Fertigung machen und da steht der Wechsel zur nächst effizienteren quasi kurz vor der Tür.

### Als Konkurrenz zu Beema/Temash würde ich eher die verschiedenen Bay Trail Modelle sehen. ###
In der Theory und wenn man die geringe GPU-Performance vernachlässigt.
In der Praxis wird Intel mit hoher Wahrscheinlichkeit keine passiven 5W-Notebook forcieren um den Markt ihrer Core M abzugraben. Denn ein Throttelinger Core M stößt dann bei Takt-Grenzen im 5W-Bereich auf ihre grenzen, während der Atom den Nachteil der IPC über Takt etwas kompensieren kann.

Wenn man den Core M nur aus heutiger Sicht sowie reinen Produkt-Sicht betrachtet, dann verstehe ich deine Sicht. Aber über den Produkt-Zyklus sowie den 14nm-Zyklus steht die Konkurrenz kurz vor die Türe. Und weil es der erste 14nm-Eindruck/Test war, hatte ich diesen Zyklus berücksichtigt.

Fakt ist nunmal, dass Intel bei der Core-Architektur mit Core in Richtung 5W-geht und somit in ein Gebiet vorstößt, wo es mit ARM, x86-Puma und x86-Atom neue Konkurrenten stößt, die sei bei 15 bzw. 35W nicht hatte.

Oder anders gesagt, weil Notebook-Check immer alles aus CPU-Performance-Sicht sehen.
Der CPU-Performance-Unterschied zwischen einen 40nm-Ontario und 45nm-Atom war gegenüber einen 35W-Core mit x-Fachen extremstens groß. Bei Core M ist der CPU-Performance-Abstand gegenüber 28nm-"Ontario und 22nm-Atom von X-Fachen auf +50%-Multitread und +100%-Single-Thread deutlich geschrumpft. Dies belegt aus der Performance-Betrachtung, dass Low-Power-CPUs (Puma, Atom, ARM) auch in der CPU-Performance immer konkurrenzfähiger werden, was auch der Chromebook-Trend bekräftigt.

Anwendungen und Nutzungen mit geringer CPU-Performance hat der Tablet ja schon "übernommen", wo der Tablet-Verkaufserfolg schön parallel mit PC-Rückgang der letzten Jahre ging. (Es ist ja auch kein Zufall, dass der PC-Rückgang just in jenen Zeitpunkt stoppt, in den der Tablet-Wachstum nicht nur deutlich zurückging (+10 statt +100%), sondern die Tablet-Wachstums-Prognoesen deutlich zurückgenommen werden mussten (+10% statt +50%)

###   Leistungssteigerungen gehen immer mit einem überproportionalen Verbrauchsanstieg einher.   ###
Und der Leistungsnutzen geht überproportional mit der Leistungssteigerung zurück.
Es stellt sich noch die Frage, ob bei einem 5-Fach teuren Notebook auch noch energiesparende und hochwertigen Komponenten verbaut wird.

### Core M fokussiert sich als Zweikerner zudem eher nicht auf eine maximale Multithread-Leistung, sondern vielmehr eine möglichst hohe Alltagsperformance – darum der starke Turbo und die hohe Pro-Thread-Leistung, die jedoch nur begrenzte Zeit gehalten wird. Genaueres dazu folgt. :)   ###
Das ist die Massage von Intel, die aber beim Ultrabook-Hype nicht funktioniert hat.
Deshalb steigt die Single-Performance gar nicht mehr und mein 35W-Prozessor schneller bzw. gleichschnell wie die 15/17W-Modelle und viel schneller als der 5W-Prozessor. Sowas hat es in der Notebook-Geschichte nicht gegeben, dass im Schnitt neuere aber langsamere CPUs verkauft wurden. Natürlich sind 15W-Modelle erheblich Effizienter, aber weil die Industrie in der Masse jetzt auf 15W statt 35W zeigt ja, dass die CPU-Performance ihre Bedeutung verloren hat und die Effizienz bedeutender wird.

Wenn man schon von Alltagsperformance spricht, dann sollte man Herausfinden, ob im Alltag bei normalen Leute SSD-Festplatten mittlerweile nicht schon eine größere Bedeutung als die CPU-Performance hat.

Wer damals mit Ultrabooks als auch heute mit 5W die volle CPU-Performance braucht, der braucht aber meistens auch eine größeren Monitor (15") und keinen schlanken, kompakten und stylischen 11 oder 13"-Notebook. Und Profi-Programme setzen immer mehr auf GPGPU.

Zusammengefasst
14nm begleitet und die nächsten 2 Jahre und es stehen wieder große Änderungen im PC-Markt bevor.
Wenn wir uns an 22nm zurückdenken, dann begann der große Tablet-Verkauf quasi zu jenen Zeitpunkt, wo 22nm sowie der Ultrabook eingeführt wurde.
D.h. der für Intel negative Effekt der CPU-schwachen Tablets war im Gesamt-Markt größer als die Vorteile der 22nm-Technik im Ultrabook-Bereich.
Diesen Tablet-Effekt wird es in diesen Maßen in Intels 14nm-Ära so nicht geben, sondern die Tablet-CPUs werden in dieser Zeit dann so stark, dass sie selbst in die Notebooks verbaut werden.

Genaus solchen Entwicklungen, die ich damals schon ahnte, siehe ich den Ersten Eindruck des Core M schon fast als enttäuschend an. Und weil 14nm-CPUs nicht heuer in Massen kommen sondern im nächsten Jahr im Verlauf des ersten Halbjahres, muss man bei Intel 14nm sowieso schon ziehmlich in die Zukunft schauen.

Bei meiner Sichtweise berücksichtige ich das Preis-Leistungs-Verhältnis
« Letzte Änderung: November 06, 2014, 10:38:08 von JKM »

Till Schönborn

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Re: Erster Eindruck: Lenovo Yoga 3 Pro im Test
« Antwort #6 am: November 06, 2014, 20:01:11 »
Nur ein kurzes Zwischenupdate: Einige unserer Benches wurden wohl im ersten Kurztest durch einen Hintergrundprozess beeinträchtigt, neue Messungen zeigen eine etwas höhere Performance. Die neuen Werte sind samt Hinweis im Preview-Artikel zu finden. Dazu sind mittlerweile auch viele weitere CPU- und GPU-Benchmarks für den Core M-5Y70 und die HD 5300 in unserer Datenbank eingetragen.

bay

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Re: Erster Eindruck: Lenovo Yoga 3 Pro im Test
« Antwort #7 am: November 11, 2014, 18:17:59 »
wann kann man mit einem endgültigen test rechnen?

Neutral

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Sehr interessante aktuelle Entwicklung!
« Antwort #8 am: November 14, 2014, 20:34:47 »
Ich finde das ist eines der spannendsten aktuellen Entwicklungen! Gerade die annehmbare CPU und GPU Leistung (also bei der TPD) ist doch wirklich sehr interessant. Damit wird für mich letztlich endlich der Meilenstein gelegt enorme Akkulaufzeiten und annehmbare Geräte in 2in1-Geräten zu realisieren. Das wäre mein erster Umstieg auf ein echtes Windows Convertible/2in1/Tablet.

Vielen Dank NotebookCHECK für die ausführlichen Tests und dass ihr dem geneigten Leser auch aktuelle Entwicklungen noch mal hier im Forum nachreicht!

Till Schönborn

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Re: Erster Eindruck: Lenovo Yoga 3 Pro im Test
« Antwort #9 am: November 15, 2014, 10:20:15 »
wann kann man mit einem endgültigen test rechnen?

Die englische Version ist bereits online:

http://www.notebookcheck.net/Lenovo-Yoga-3-Pro-Convertible-Review.129882.0.html

Der deutsche Artikel wird schnellstmöglich folgen.

NeinzuLenovo

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Re: Erster Eindruck: Lenovo Yoga 3 Pro im Test
« Antwort #10 am: Februar 01, 2015, 19:36:17 »
Leute, lasst die Finger von Lenovo. Schaut euch mal bisschen im Netz um (z.B. Lenovo Forum, Lenovo Deutschland Facebookseite etc.) Was die für einen Kundenservice bieten, ist nicht mehr akzeptabel. Habe selbst eine solche Odysee hinter mir und kann für mich nur sagen: Nie wieder Lenovo.

Finde es auch wirklich schade, dass Notebookcheck diesen Punkt (Kundenservice) völlig unerwähnt lässt.

Loop

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Re: Erster Eindruck: Lenovo Yoga 3 Pro im Test
« Antwort #11 am: Februar 01, 2015, 20:25:01 »
Die Frage ist auch, wie sollte denn eine Testseite den Service objektiv beurteilen können? Allein durch die Meldung in Foren oder Facebook kann man kein Urteil bilden, da die Leute eher ihren Frust rauslassen, als positives zu berichten. Stichwort: Selektive Wahrnehmung/Äußerung.

Eine Rubrik für solche Service-Fragen bot bisher immer die Zeitschrift C't.
| XMG P505 | GTX 970M 3GB | i7 5700HQ | 480GB SanDisk Ultra II |

| SilverStone SG06 | GTX 750 Ti 2GD5 | i5 4440S | 512 GB Transcend SSD370 |

User ZH

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Re: Erster Eindruck: Lenovo Yoga 3 Pro im Test
« Antwort #12 am: April 15, 2015, 20:40:55 »
Ich wollte mir das Yoga 3 eigentlich zulegen, aber es scheint definitv nicht geeignet um via einen Citrix client 8 Stunden und mehr darauf zu Arbeiten.

Was meint ihr dazu?

Die Anwendungen würden via VPN und einem Citrix Client laufen.
Diese sind sehr Rechenintensiv (Analyse Tools für DSL Entstörung mit teil smassiven Datenbanken die durchforstet werden).

 

 
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