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Autor Thema: HP: Aufspaltung der Geschäfte in Hewlett-Packard Enterprise und HP Inc.  (Gelesen 784 mal)

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Hewlett-Packard (HP) stellt sich neu auf. HP-Chefin Meg Whitman tritt angesichts der schwierigen Marktsituation für den IT-Pionier die Flucht nach vorne an und spaltet den Konzern in 2 Teile: Hewlett-Packard Enterprise und HP Inc.

http://www.notebookcheck.com/HP-Aufspaltung-der-Geschaefte-in-Hewlett-Packard-Enterprise-und-HP-Inc.127361.0.html

Robert Jasiek

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HP war in den 80ern der Standard für A4 oder A3 Plotter. Lange Zeit gehörte HP bei den Tintenstrahldruckern neben Epson und Canon zu den großen Drei und mischte qualitativ vorne mit. Der letzte bedeutende Fotodrucker war der B9180, bei dem allerdings schon Verarbeitung und Support vernachlässigt wurden. Bald daraf verabschiedete sich HP ganz von den hochwertigen Fotodruckern, sodass Canon und Epson dort nun ihr Oligopol durch hohe Tintenkosten missbrauchen. Die Office- und Hausgebrauchdrucker wurden immer mehr zu Tintensaugern, sodass die Kunden vergrault werden. All das wäre nicht nötig gewesen; offenbar waren es Managementfehler.

HP stellte in den letzten Jahren diverse Tablets her, die sich im Großen und Ganzen sehen lassen konnten, denen aber der letzte Schliff fehlte. Das letzte Beispiel dafür ist das Elitepad 1000 G2. Eigentlich konkurrenzfähig mit dem Lenovo Thinkpad 10 und (trotz etwas anderer Zielgruppe) dem Microsoft Surface Pro 3, aber der Stylus des Elitepad 1000 G2 taugt deutlich weniger. Hier hätte HP schlichtweg auf Wacom oder N-trig setzen und den Preis ca. EUR 50 niedriger ansetzen sollen. Wiederum ein Managementfehler. Stattdessen ist das Management in den letzten ein, zwei Jahren der Meinung gewesen, dass man bei Tablets lieber die Dritte Welt mittels Teilnahme am Race to the Bottom bedienen solle. Kein Wunder, dass Verbraucher der Ersten Welt sich von HP nach und nach abwenden.

HP sollte sich auf seine Stärken früherer Jahrzehnte zurückbesinnen: mittels besserem Management wieder qualitative Vorzeigeprodukte in jeder Hinsicht herstellen. Dass dies Erfolg zeitigt, beweist die stärkste Konkurrenz. Eine Firmenteilung bietet auch die Chance, unfähige durch fähige Manager zu ersetzen. Mit weniger Personal sollte es ein Leichtes sein, sich auf wenige aber besonders gute Produkte zu konzentrieren, statt im Mittelmaß versinkend am Ende nur noch Billigware anzubieten, was chinesische Billigfirmen eh immer besser können.

 

 
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