Autor Thema: Alltagstest: Schenker A522 (basierend auf Clevo W350 ET)  (Gelesen 4321 mal)

Tarantoga

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Anfang September habe ich mir das Schenker A522 gekauft, welches auf dem Clevo W350ET basiert.
Clevo liefert das Barebone (Display, Tastatur, Gehäuse etc.), Schenker baut dann rein, was man will. Das Clevo W350ET gibt es auch bei anderen Anbietern. Unterschiede finden sich also v.a. bei angebotenen Konfigurationen (z.B. hat nur Schenker auch ein 1600*900-Display im Angebot), Preis, Service und evtl. „Einbauqualität“.

Benchmarks/objektive Testwerte habe ich leider kaum zu bieten.
Ich hoffe, ich kann mit diesem Test die geduldige Hilfestellung anderer User und des Teams von notebookcheck hier im Forum bei meiner eigenen Kaufentscheidung ein wenig zurückzahlen.
Für Fragen und Anregungen bin ich offen!


VORGEPLÄNKEL
(Überspringen, falls euch das nicht interessiert)

Nutzungsbereich:
Spiele (kein Hardcore-Spieler, aber gerne hohe Qualitätsstufe&ein wenig zukunftsfähig; keine MMORPG oder Online-Shooter), Standard-Anwendungen (Internet, Word etc.), anständige Mobilität&Tastatur für die Uni.
Mindestnutzung 5 Jahre, deswegen stabil&gut gefertigt, wenn möglich einfach zu warten.

Preisrahmen: Bis 1000€, absolute Schmerzgrenze 1200€

Konkurrenten (kurzer Überblick, vielleicht hilft es ja jemandem):
- Asus G55VW: + Temperatur&Lautstärke  - deutlich zu hoher Preis
- Asus N56VZ: + s.o.   - „nur“ GT650M bei 1920*1080
- Lenovo IdeaPad Y580: + Preiswert bei guter Ausstattung – von Hause aus kleine SSD, klapprig und billig wirkend (im Laden angesehen)
- MSI GE60: + Preiswert bei guter Ausstattung – 1920*1080, laut Tests mittelmäßige Verarbeitung
- OneK56-2O  : + Wie Schenker basierend auf Clevo W350ET, dabei billiger – 1920*1080, unsympathische, grelle Webseite
- One M56 2N: + Schnell - MSI-Barebone (s.o.), GPU schnell, aber "Fermi"
- Alientech war mir zu teuer&hässlich, Deviltech (Fire-Serie?), Hawkforce (angeblich sehr guter Service) und Acer hatten damals jeweils keine preislich oder austattungstechnisch vorteilhaften Angebote
- Medion ist billig, aber eben auch „billig“...davon lasse ich die Finger
- Dell Inspiron 15R und Samsung Serie 7: Schwache GK bei den 15-Zöllern (17 Zoll gut); Samsung zudem schlechtes Display
- Schenker A102: Idee: + Klein&mobil, zu Hause an externem, großen Display – Gesamtpaket mit externem Display zu teuer, Temperatur, GT650M würde am externen Display sowieso schnell die Luft ausgehen

Es sei noch empfohlen, auf ein mattes Display (und eine native Auflösung nicht unter 1600*900) zu achten, gerade preiswerte Geräte haben das nicht immer, auch die Wartungsmöglichkeiten sind dort nicht immer gut.
Gerade Dell (mit den ganzen Gutscheinen), Schenker und One haben auch immer wieder Sonderangebote, bei notebooksbilliger gibt es generell auf viele Geräte einen Studentenrabatt.

Entscheidung für Schenker A522 wegen des ausgeglichensten Pakets:
Solide Basis durch Clevo W350ET , individuell konfigurierbar, einfach zu warten, erschwingbar. Angenehmer Kontakt hier im Forum, gute Erfahrungsberichte bei Service.
Vor allem aber mit (mattem) 1600*900-Display; 1920*1080 fand ich bei 15 Zoll schon recht klein (im Laden angesehen, empfehle ich jedem mit den eigenen Augen zu überprüfen), zudem passt die Rechenleistung der GTX  660M besser zum nativen 1600*900.

Kleine Anmerkung: Der Preisunterschied zu z.B. One liegt auch daran, dass bei Schenker in der geringst-möglichen Service-Konfiguration "24M. Pickup&Return | 6M. Sofort-Reparatur -DE“ bietet, bei One ist die Basisausstattung geringer. Wobei ich denke, dass Schenker diese Entscheidung (Geld oder komfortablerer Service) dem Kunden überlassen sollte.


LIEFERUNG & SERVICE

Ich habe den Laptop schon Anfang August vorab bestellt, da war das Lieferdatum noch nicht bekannt. Informationen zum persönlichen Status waren immer auf der Website einsehbar.

Angenehmer Kontakt
- Zwischenzeitlich wurde eine „bessere“ Konfiguration billiger und entsprach dem Preis meiner Konfiguration. Die Anpassung (also sozusagen ein Upgrade) wurde mir auf Anfrage anstandslos gewährt (den geschenkten 1€ habe ich nach reiflicher Überlegung in einen Espresso investiert).
- Der telefonischen Bitte, die Starter-Version von Office wegzulassen, wurde problemlos entsprochen. Die Kommunikation im Schenker-Team scheint hier gut zu funktionieren und „Sonderwünsche“ sind kein Problem.

Fertigung und Versand gingen dann  ab allgemeinem Lieferdatum schnell (bei kleinen Herstellern kann es natürlich sonst auch zu Verzögerungen kommen), der Laptop war spartanisch, aber gut und sicher (mit Sicherheitsaufkleber auf dem Paket) verpackt.

Verbesserungswürdig:
Informationen zum Bestellstatus. Klar, das Lieferdatum war unbekannt und Schenker kann auch kein Datum erfinden, aber einen Monat ohne jegliche Info fühlt man sich ein wenig allein gelassen. Vielleicht kann man hier beim Kundenlogin auf der Website (also beim Bestellstatus) einen Infoservice einrichten, bei dem der Kunde auch schon im Vorfeld unverbindlich (!) auf dem Laufenden gehalten wird. Selber ständig anrufen will man ja auch nicht.


MEINE AUSSTATTUNG
 
XMG A522 ADVANCED Gaming Notebook 39,6cm (15.6")
. 39,6 cm (15.6") HD+ (1600*900) Non-Glare
. NVIDIA GeForce GTX 660M 2048MB GDDR5
. Intel Core i5-3210M - 2,50 - 3,10GHz 3MB 35W "Ivy Bridge"
. 8GB (2x4096) SO-DIMM DDR3 RAM 1600MHz CORSAIR Vengeance
. 256GB SATA-III SSD Samsung 830 Series (MZ-7PC0256D/EU)
. DVD SATA Multinorm Brenner
. Intel Centrino Advanced-N 6235 (inkl. Bluetooth.)
. Basis-Garantie: 24M. Pickup&Return | 6M. Sofort-Reparatur -DE
. Microsoft Windows 7 Home Premium 64 Bit deutsch
. inkl. Software-Installation (Betriebssystem+Treiber usw.)
. Tastatur DEUTSCH

Anmerkungen:
- Der i7 bringt mit wenigen Ausnahmen (Strategie? Guild Wars 2?) bei aktuellen Spielen in Verbindung mit der GTX 660M kaum Vorteile, der Flaschenhals ist und bleibt die GPU. Also kann man hier Geld, Strom und Abwärme sparen. Anzuraten ist der i7 dagegen bei anspruchsvoller Software wie Videoschnitt, hier müsst ihr euch selber informieren
- Ich habe mich für NUR eine 256GB-SSD entschieden, weil ich nicht viel Filme oder Musik auf  der Platte lagere und auch nicht 20 Spiele auf einmal spiele; zudem habe ich noch eine externe für Daten rumliegen. Mit einer zusätzlichen HDD (und dann nur 128 SSD, sonst zu teuer) würde ich zudem den Wärme&Lautstärke-Vorteil der SSD wieder relativieren. Dank des 2. Festplattenslots kann ich mir auch irgendwann eine 2. SSD (die ja immer billiger werden dürften) einbauen, wenn der Platz knapp wird.



AUSSEHEN, VERARBEITUNG, ANSCHLÜSSE

Vorweg: Windows 7 und Treiber sind von Schenker sauber aufgesetzt, keinerlei Bloatware (Office Starter wurde bei mir auf Anfrage auch weggelassen, s.o.), die bei großen Herstellern wie Asus o.ä. oft dabei ist und erst mühsam wieder von Hand entfernt werden muss.

Der Laptop ist aus Kunststoff gefertigt und sieht schlicht und ein wenig „klassisch“ eckig aus, ähnlich den alten Notebooks von IBM. Das gewinnt keinen Schönheitspreis, wirkt aber keinesfalls billig. Hip oder protzig ist da nichts- mir gefällt's. Bei mir war keine XMG-Zeichen auf der Außenseite, ist mir auch lieber (kann man auf Anfrage sicher bekommen oder weglassen).
Auch die dunkelgraue (?) Farbe und die Beleuchtung sind dezent; die am „Vorderrand“ (also unter dem linken Handgelenk) Batterieanzeige hätte man wohl auch an einer Stelle anbringen können, wo man sie beim Arbeiten auch im Blickfeld hat.

Die Verarbeitung ist sauber, lückenlos und stabil; nichts wirkt klapprig. Der Bildschirm schwingt beim Anstoßen kurz ein wenig nach (nicht weit, er „zittert“ eher) , beim Arbeiten sitzt er aber fest und ist sogar eher ziemlich schwergängig, man muss das Unterteil beim Verstellen oder Öffnen festhalten.
Eine „Verbiegungstest“ habe ich mich nicht getraut, es wirkt aber alles fest. Die Wartungsklappe habe ich nicht getestet.

In dieser Rubrik stößt man auch auf ein paar Kleinigkeiten, die nerven:
Am eindeutigsten der glänzende Displayrahmen; bei hellerem Licht spiegelt er sichtbar. Das nimmt man zwar nach einiger Zeit nicht mehr so sehr wahr (der Fokus ist ja woanders), aber das hätte Clevo vermeiden können. Eventuell soll es „edel“ wirken, aber bei der qualitätsbewussten Zielgruppe des W350 ET ist das ein absurder Ansatz.
Persönlich empfinde ich auch die Oberseite des Geräts (Fingerabdrücke) und den „Magnetverschluss“ (finde einen „Schieber“ zum Öffnen/Schließen angenehmer) als unangenehm, das ist aber sehr subjektiv.

Bei den Anschlüssen habe ich bezüglich Ausstattung oder Anordnung nichts Besonderes bemerkt, das geht in Ordnung. Bluetooth habe ich nicht probiert, WLAN (mit Extra-Taste, nette Funktion) funktioniert tadellos und stabil. Die (sicherlich praktische) Wartungsklappe habe ich noch nicht geöffnet.

Zu erwähnen wäre noch der 2. Festplattenslot, mit dem man ein zweite Festplatte einbauen kann- gerade in dieser Preisklasse super!


TASTATUR, TOUCHPAD, LAUTSPRECHER

Die Tastatur (Chiclet, unbeleuchtet) ist recht flach, hat kleinere Abstände zwischen den Tasten und ein knackiges, angenehmes Tippgefühl; ich kann damit schneller tippen als auf meinem alten. Sie ist auf jeden Fall hörbar (auf eine normal, nicht klappernde Art, einzig die Leertaste ist ein kleiner Ausreißer), aber auch nicht extrem laut, meine Befürchtungen wurden hier nicht bestätigt.

Tastaturbeleuchtung (mir nicht so wichtig) ist wie gesagt nicht dabei; die kriegt man meist erst bei teureren Geräten (z.B. Schenker P-Serie), das ist inzwischen wohl leider ein „Oberklasse-Merkmal“ zur Abgrenzung geworden.

Persönlich hätte ich auf den dedizierte, 4-zeiligen Nummernblock rechts verzichten können und dafür lieber eine klassische, also größere Shift- und linke Strg-Taste gehabt, beide sind einzeilig. Anfangs unangenehm, inzwischen habe ich mich daran gewöhnt. Wer den Nummernblock braucht, wird sich dagegen freuen. Die Eingabetaste hat zum Glück eine anständige Größe.

Das Touchpad (laut notebookcheck Multitouch-fähig) ist tatsächlich etwas „klebrig“, das verlangsamt. Ob man sich mit der Zeit darauf einstellt, weiß ich nicht, da ich Touchpads hasse und meistens eine externe Maus verwende. Bei dieser fällt übrigens gelegentlich beim Windows-Start der USB-Port der Maus aus, aber Ein-und-Ausstecken behebt das (scheint kein Clevo/Schenker-Problem zu sein, das Problem scheinen Leute auch bei anderen Herstellern zu haben, ist halt Pech). Die Touchpadtasten gebrauche logischerweise auch wenig, aber die sind in Ordnung, eher etwas „hart“, keinesfalls schwammig.

Noch ein Schwachpunkt: Die Lautsprecher. Eines vorweg: Laptop-Lautsprecher sind selten der Hammer, erst recht in dieser Preisklasse; für Spiele/Filme sollte man also die Investition externer Lautsprecher/Kopfhörer evtl. ins Budget miteinbeziehen.
Dennoch: Ein klein wenig mehr darf man für über 1000€ schon erwarten, liebes Clevo-Team. Während die Maximallautstärke gut ist, ist der Klang dünn, ja manchmal beinahe unangenehm schrill. Ich erwarte ja keinen Bass oder viel Dynamik, aber ein Minimum...mit der Zeit habe ich mich natürlich an den „Klang“ gewöhnt, aber gut ist er nicht.
Der Klang über gute externe 2.1-Lautsprecher am Soundausgang ist ok, wenn auch ein wenig "schmal". Ob das an der onboard-Soundkarte oder den Lautsprechern (wahrscheinlicher, Soundkarte macht meist nur ca. 20% aus) liegt, weiß ich noch nicht.


DISPLAY

Vom Displayrahmen schrieb ich ja schon, nun zu dem, was dazwischen sitzt. Und alle, die sich unsicher waren, wie das matte 1600*900-Display denn ist, kann ich beruhigen:
Es ist ein Volltreffer. Hell, scharf, gleichmäßig ausgeleuchtet, schöne, „echte“ Farben (nicht ganz so  spektakuläre Farben wie bei meinem alten Gerät; aber das war auch extrem gut und glare/spiegelnd).
Das matte Display ist wirklich eine Segen; ich weiß nicht, wie sehr Displayfolien Abhilfe verschaffen; aber bei Licht (und sei es nur indirektes) ist der Unterschied enorm: Kein Schminkspiegel mehr! Auch bei Spielen merkt man das in den dunklen Szenen; das Schwarz ist hierbei auch schön dunkel und satt.

Die andere Frage: Ich empfinde 1600*900 als genau richtig für Texte. Klar, 1920*1080 ist noch einen Tick schärfer (wohl grade in Spielen toll, aber dafür auch langsamer, bei 1600*900 kann man dann halt höhere Kantenglättung zuschalten), aber in Läden fand ich das schon irgendwie zu klein und mein Display ist auch so sehr scharf und klar.
Am Besten selber vor Ort überprüfen.
Interpolation ist kein Argument, da man dabei Schärfe verliert; Funktionen wie die Bildschirmlupe o.ä. kann ich nicht beurteilen.

Es sei noch angemerkt, dass zu einer Mittelklasse-Grafikkarte die Auflösung 1600*900 bei Spielen als native Auflösung in Bezug auf die Geschwindigkeit wohl besser passt, bei 1920*1080 wird die Grafikkarte bei anspruchsvollen Spielen bald in die Knie gehen.


ANWENDUNGEN & FESTPLATTE

Bisher habe ich nur Standard-Anwendungen und Spiele verwendet.
Auffällig ist aber die SSD: Sie ist nicht nur unhörbar, sondern führt wirklich zu mehr Geschwindigkeit: Der Windows-Start ist so schnell, dass Standby obsolet wird, Firefox öffnet sich blitzschnell und Word muss gar nicht mehr im Hintergrund „vorgeladen“ sein, da sich durch die Zugriffszeiten Dokumente auch so schnell öffnen, wie früher Wordpad. Auch bei Spielen sind die geringen Ladezeiten angenehm.
Zu Transferraten (also Kopieren etc.) kann ich noch nichts sagen, das habe ich noch nicht ausprobiert; aber die Messwerte der Zeitschriften lassen auch hier Gutes vermuten.

Es sei auch nochmal auf den 2. Festplattenslot verwiesen, das ist klasse.

Es sei noch geraten, sich im Internet ein wenig die Tipps und empfohlenen Einstellungen für SSDs bei Windows 7 anzusehen. Einiges, dass die HDD benötigt, kann man bei einer SSD ausschalten und dabei ein wenig Geschwindigkeit und Speicherplatz sparen.
Wer übrigens bisher wie ich an Windows XP gewöhnt war: Windows 7 ist stabil und wirklich angenehm zu bedienen (komfortabel und „logisch“); ich hatte auf dem alten Laptop auch mal Ubuntu und finde Windows 7 (mit eingeschränkten Rechten) sogar einen Tick angenehmer. Ubuntu dürfte dagegen „sicherer“ sein.


SPIELE-PERFORMANCE & OPTIMUS

Einer der wichtigsten Punkte, aber ich muss ein wenig enttäuschen:
Extrem anspruchsvolle Spiele habe ich noch nicht ausprobiert.
Folgendes:
- Ältere Spiele wie Stalker, Mass Effect oder Half Life 2 laufen natürlich in extremsten Einstellungen problemlos. Bei HL2 machen sich die schnellen Ladezeiten der SSD sehr angenehm bemerkbar.
- Deus Ex: Human Revolution läuft auf höchsten Einstellungen flüssig
- Die Demos von Anno 2070 und Batman: Arkham City liefen auf fast höchsten Einstellungen problemlos flüssig; nur bei der Kantenglättung habe ich eine „mittlere“ Einstellung gewählt. Es sei dabei zu bedenken, dass Demos optimiert sein können und nur bestimmte Szenen vorkommen
- Die Interpolation konnte ich noch nicht ausprobieren, da alle Spiele entweder in 1600*900 oder im Fenster liefen. Eventuell berichte ich hier noch.
- Optimus habe ich kein einziges Mal angefasst oder eingestellt, aber alles lief problemlos, scheint also super „von selber“ zu funktionieren. Rechts oben hat mein eine beleuchtete Taste für das Umschalten und um zu sehen, welche GPU gerade läuft, das ist praktisch.


LAUTSTÄRKE, TEMPERATUR


Vorweg: Beides ist kaum eine Stärke von Spielelaptops (außer irgendjemand wagt sich irgendwann an eine mobile Wasserkühlung). Eine metallene Chassis hat natürlich einen Vorteil (man korrigiere mich, falls das nicht stimmt), ist aber meist ziemlich teuer.
Bei den Laptops unter 1500€ hat bisher eigentlich nur Asus bisher ein wirklich gutes Kühlkonzept geliefert.

Die Lautstärke im Idle ist problemlos; gelegentlich springt mal kurz der Lüfter an, aber meist läuft er nicht. Hier ist sicher auch Optimus von Vorteil; auch der i5 und vor allem die SSD bringen bei Lautstärke und Temperatur Vorteile- grade eine SSD macht keinen Laut und wird kaum warm.
Anders sieht es bei Spielen aus (Filme gucke ich nicht am Rechner, also keine Ahnung): Hier dreht der Lüfter manchmal ganz schön auf. Mit Kopfhörern wird man das nicht merken, externe Lautsprecher übertönen das auch, nur bei ruhigen Spiele-Szenen stört der Lüfter mich ziemlich. Zum Glück ist er nicht hochfrequent oder sonstwie tonal unangenehm, eher wie ein Ventilator.

Temperatur:
Ich bin jetzt seit ca. 1 Stunde im Internet, Speccy liest bei der CPU 45-47 Grad aus, am Mainboard 45. Im Idle sind die Handballenablage und Tastatur kühl (rechter Tastaturbereich lauwarm), etwas warm wird es am rechten Lautsprecher, aber nichts extremes.
In den oben angemerkten Spielen bleibt der Handbereich kühl, Tastatur wird rechts ein wenig warm, rechter Lautsprecher Bereich recht warm. Aber auch hier bin ich überrascht, nichts wird extrem heiß.
Mein alter Laptop wurde allerdings so extrem heiß, dass die Hände schwitzen; ich habe mir zwischendurch überlegt, ihn für Spiegeleier zu verwenden. Er hat übrigens dennoch 6 Jahre überlebt. Damit verglichen ist der Schenker natürlich so oder so angenehm.
Temperaturwerte von Speccy während Spielen habe ich nicht; auch hier liefere ich evtl. nochmal nach.

Die laut notebookcheck leichte Erreichbarkeit des Lüfters über die rückseitige Wartungsklappe dürfte übrigens ein Vorteil bei Temperatur, Lautstärke Lebensdauer sein (ein Nachteil bei vielen großen Herstellern wie Lenovo etc.) - 1 mal pro Jahr sollte man seinen Lüfter ein wenig entstauben.


AKKULAUFZEIT, MOBILITÄT

Bezüglich der Akkulaufzeit muss ich leider auf notebookcheck verweisen, da ich das noch nicht genügend getestet habe. Scheint mir aber für einen Gaming-Notebook vom Gefühl her wirklich ok zu sein, Optimus und die SSD dürfte hier auch helfen.

Gewicht: Der Laptop (der wie gesagt stabil wirkt und durch die SSD auch stoßfester sein wird) wiegt 2.79 kg das Netzteil 0.742 kg. Das Netzteil ist dabei ganz schön groß und klobig. Insgesamt ist er ein wenig leichter als mein alter, es scheint hier immer mehr Fortschritte zu geben.
Nein, zum ständigen Rumtragen ist er zu schwer. Aber um ihn mal eben in die Uni-Bib rüberzubringen, ist das völlig ok, man hebt sich keinen Bruch.


FAZIT

Schenker und Clevo liefern mit dem A522 ein wirklich gutes, stabil gebautes Mittelklassegerät mit guter Grafikkarte und tollem Display ab; es zielt natürlich eher auf Gamer ab, aber die angenehme Tastatur ist auch für Studenten geeignet. Die Spielperfomance der GPU weiß dabei in Verbindung mit dem nativen, matten 1600*900 zu überzeugen.

Ein wenig Abzug gibt es beim Komfort:
Hat sich Clevo einerseits nette Funktionen wie die Tasten für WLAN oder dem tadellos funktionierendem Optimus überlegt und liefert mit dem zweiten Festplattenslot und der Wartungsklappe ein durchdachtes Konzept ab, stehen auf der anderen Seite auch in dieser Preisklasse völlig unnötige und vermeidbare Fehler wie der spiegelnde Displayrahmen, das „klebrige“ Touchpad und die schlechten Lautsprecher (die natürlich nicht so gut wie bei teureren Geräten sein können, das wäre markttechnisch nicht clever, aber einfach das Minimum nicht erfüllen).

Dennoch, ein rundes Paket.

Service und Kommunikation mit Schenker war dabei übrigens gut; der kleine Aufpreis im Vergleich zu anderen Anbietern scheint also gerechtfertigt zu sein; hier zu sparen, kann sich auch irgendwann rächen.

Danke an Notebookcheck und das Forum für die gute Beratung- und Entschuldigung für den langen Text, ich kann mich einfach nicht kurz fassen
. ;)
« Letzte Änderung: Oktober 31, 2012, 18:03:19 von Tarantoga »

Tarantoga

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Re: Alltagstest: Schenker A522 (basierend auf Clevo W350 ET)
« Antwort #1 am: Oktober 31, 2012, 17:38:42 »
UPDATE

Nachtrag Blickwinkelabhängigkeit:
Vertikal (v.a. von oben, von unten geht es) eher schlecht, das ist aber TN-Paneln normal (IPS ist deutlich teurer). Horizontal ist völlig ok, eine an der Seite dabeisitzende Person kann alles noch anständig erkennen.

- Fehlender Turbo-Boost (laut Testberichten):
Hierzu kann ich nichts sagen, ich habe das nicht überprüft oder nachgemessen. Bei mir lief alles flüssig; wie sehr das bei sehr anspruchsvollen Spielen (bei denen die GPU aber meist wichtiger ist) oder Anwendungen ins Gewicht fallen kann und wieviel fps man verliert, kann ich nicht sagen.

- Präzisierung:
Sehr anspruchsvolle Tests (mit sehr rechenintensiven Anwendungen/Spielen und Stresstests bezüglich Akkulaufzeit, Temperatur und Robustheit) habe ich, wie unschwer erkennbar ist, (noch) nicht durchgeführt, davon müssen Andere berichten.
Aber in meinem bisherigen Verwendungsbereich bin ich zufrieden, mit dem Display sogar sehr zufrieden.
« Letzte Änderung: Oktober 31, 2012, 17:50:35 von Tarantoga »

thejoker010

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Re: Alltagstest: Schenker A522 (basierend auf Clevo W350 ET)
« Antwort #2 am: November 20, 2012, 08:16:33 »
Vielen Dank für den ausführlichen Test, ich denke mal, dass ich mir in naher Zukunft auch das A522 zulegen werde, allerdings mit einer i7 -Konfiguration ... hattest du jetzt nach knapp einem Monat die Akkulaufzeiten beobachten können?

Tarantoga

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Re: Alltagstest: Schenker A522 (basierend auf Clevo W350 ET)
« Antwort #3 am: November 24, 2012, 03:27:44 »
@ thejoker010

Überleg' dir aber, ob du den i7 für deine Anwendungen auch wirklich brauchst, sonst kannst du den Aufpreis auch besser anlegen.

Bezüglich Akkulaufzeiten muss ich dich leider weiterhin auf die Profi-Tests verweisen- mobil kam das Gerät noch kaum zum Einsatz (und wenn es mal soweit ist, werde ich mir auch an der Uni eher einen Steckdosenplatz suchen).

Mein anständiger Eindruck kommt daher, dass ich ein paar mal vergessen habe, die Steckdosenleiste anzumachen, also ungewollt "auf Akku" war...und die Batterieanzeige hat beim A522 gefühlt deutlich später angefangen zu motzen, als bei meinem alten Laptop, vielleicht liegt es an Optimus und der SSD. Mehr kann ich aber leider nicht sagen.

Ist ein schönes Gerät; dürfte dir Freude für das Geld machen, solange du nicht Highend-Ansprüche hast.

thejoker010

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Re: Alltagstest: Schenker A522 (basierend auf Clevo W350 ET)
« Antwort #4 am: November 24, 2012, 16:38:38 »
also aktuell benutze ich mein Netbook zum surfen, arbeiten und spielen, allerdings besitze ich sehr viele Spiele, die nicht hier drauf laufen (z.B. Civ5) und daher dachte ich, dass ich mir ein ordentliches Notebook zulege sollte, womit ich diese spielen und auch VMs anlegen kann  (daher auch den i7) und damit ich relativ zukunftssicher bin

Nash83

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Re: Alltagstest: Schenker A522 (basierend auf Clevo W350 ET)
« Antwort #5 am: März 14, 2013, 14:23:51 »
Habe mein A522 nun gute 5 Monate und ich bin nach wie vor sehr zufrieden damit. Alles was man an Kritikpunkten nennen könnte (Touchpad, lauter Lüfter bei hoher Last, eher schlechte Klangqualität der Lautsprecher), war mir vorab (dank nbc) bekannt und wurde von mir wissentlich in Kauf genommen.
Die Leistung des von mir zusammengestellten Systems (die genauen Daten stehen in meiner Signatur) ist dafür überragend, auch die Hitzeentwicklung hält sich in akzeptablen Grenzen (selbst nach vielen Stunden ausgiebigem GW2 zocken. CPU bei 60-65°, GPU etwas darunter).

Ein Beispiel: Guild Wars 2 läuft flüssig in der nativen Auflösung (1600x900) mit hohen Details. Im normalen PvE haben wir (je nach Effektdichte und Spieleranzahl) zwischen 30 (Massenevent, Effekte in Hülle und Fülle) und 90 (kaum Mitspieler, schlichte Landschaft, kein Kampfgeschehen) fps. Im Durchschnitt werden ca. 50-60 fps erreicht. Auch im WvW, dass von der Performance im Allgemeinen sehr problematisch ist, kommen wir dank der i7 Prozessoren auch ohne Turbo-Boost (dank hohem Grundtakt) auf akzeptable 25-35 fps (auch in größeren Kämpfen). Der Akku hält auch sehr gut durch, Office/Surfen über Stunden hinweg ist kein Problem, sogar Civ IV lässt sich bei vollem Akku locker 2-3 Stunden am Stück spielen.

Alles in allem: wenn man sich ein wenig Mühe macht und sich vorher einliest und mit einer realistischen Erwartungshaltung an die Sache herangeht, findet man in Schenker nach meiner Erfahrung einen exzellenten Laptop-Versand mit sehr gutem Service.
Schenker A522 HD+ non glare
Intel i7 3720QM, 8 GB RAM
Geforce GTX 660M 2 GB DDR5
Samsung SSD 830 Series 64 GB
Seagate Momentus 500 GB

... und Top zufrieden!

Kirschtier

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Re: Alltagstest: Schenker A522 (basierend auf Clevo W350 ET)
« Antwort #6 am: Juli 07, 2013, 18:19:09 »
Hab mir nun das A523 zugelegt und muss sagen ich bin hellauf begeistert - War immer skeptisch, aber das ich mir das Gerät anpassen konnte, wie es mir gefiel - war schon super :) Nun 2. Platte nachbestellt und sie war innerhalb weniger Tage da - durchaus zu empfehlen.

Spieleleistung ist auch sehr zufriedenstellend

stadler5

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Re: Alltagstest: Schenker A522 (basierend auf Clevo W350 ET)
« Antwort #7 am: Juli 28, 2013, 13:48:04 »
1 Monat Lieferzeit??????????????????????

Das ist ganz schön viel.
MSI GX 60 3BE

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AMD 8650G - 8970M
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Samsung 840 EVO 250 GB SSD+750 GB HDD 7200U/min
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Re: Alltagstest: Schenker A522 (basierend auf Clevo W350 ET)
« Antwort #8 am: Juli 29, 2013, 08:19:22 »
Vielleicht nochmal genauer lesen: "das Lieferdatum war unbekannt"

Der Käufer wurde also auch nicht mit einer Lieferzeit von 1 Woche gelockt und danach erst vertröstet, so wie man es häufiger von anderen Anbietern hört.

Kirschtier

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Re: Alltagstest: Schenker A522 (basierend auf Clevo W350 ET)
« Antwort #9 am: Juli 30, 2013, 19:30:32 »
1 Monat Lieferzeit??????????????????????

Das ist ganz schön viel.

in jedem Fred das gleiche Geeier...

http://www.youtube.com/watch?v=5KT2BJzAwbU


 

 
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